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BLE KW 13:

'Frühkartoffelimporte aus Ägypten und Marokko ergänzten das Sortiment'

Die verstärkte Verfügbarkeit von Spargel beschleunigte den Umschlag mit den Speisefrühkartoffeln etwas. Diese stammten vorrangig aus Italien und Zypern, Importe aus Ägypten und Marokko ergänzten das Sortiment. Die Notierungen verharrten laut BLE in der Regel auf dem bisherigen Niveau.

© BLE

Dies war auch bei den Speiselagerkartoffeln zu beobachten. Diese kamen weiterhin überwiegend aus Deutschland, wenige französische Chargen rundeten das Angebot ab. Die Geschäfte verliefen unisono in ruhigen Bahnen, die Nachfrage konnte ohne Schwierigkeiten gedeckt werden.

Bayern:
Zu Wochenbeginn wurde der Absatz im LEH/Discount von den Abpackbetrieben unterschiedlich bewertet. Zum Teil wurde vor den bevorstehenden Osterfeiertagen von einer saisonaltypischen Belebung berichtet, zum Teil blieben die Absatzgeschäfte bisher noch ruhig und hinter den Erwartungen zurück. Bei weiterhin gut ausreichenden Lagermengen blieben die Preise für Speisekartoffeln unverändert. Für freien Frittenrohstoff gab es nach wie vor kaum einen Markt, sodass die Preise ebenso unverändert bestehen blieben. Mit Blick auf die bevorstehenden Auspflanzungen wird vermehrt darauf hingewiesen, die Entscheidungen über Anbauflächen bestmöglich an die Absatzmöglichkeiten anzupassen.

NRW:
Am Speisekartoffelmarkt werden in dieser Woche zusätzliche Nachfrageimpulse durch das Ostergeschäft erwartet. Auch die Direktvermarktung sollte hiervon profitieren. In NRW formuliert der Handel für die Lieferung August bis Ende Oktober noch Bedarf für den Vertragsanbau.

Niedersachsen:
Auch in KW 13 verlief der Kartoffelmarkt weitgehend ruhig, wobei die Nachfrage im Vorfeld der Ostertage leicht angezogen hat. Gleichzeitig blieb das Angebot ausreichend und sank nicht parallel zur moderat steigenden Nachfrage, sodass es keine Preisveränderungen gab.

Schleswig-Holstein:
Die Lage im Kartoffelhandel ist weiterhin desolat. Die Erzeuger sitzen weiterhin auf enormen Lagerbeständen, während bereits die ersten importierten Frühkartoffeln Einzug in die Regale des Lebensmitteleinzelhandels finden. Es können daher weiterhin nur einwandfreie Qualitäten in den Einzelhandel vermarktet werden. Bereits bei leichten Qualitätsmängeln landen die Kartoffeln meist auf dem Futtertisch oder in der Biogasanlage. Eine zusätzliche Belebung der Verbrauchernachfrage durch das Osterfest lässt sich bisher nur in sehr geringem Umfang feststellen. Eine Ausnahme bildet hierzulande allerdings die Nachfrage aus dem Bereich der Großküchen und Kantinen in den Urlaubsregionen. Hier geht der Beginn der Osterferien mit einer deutlichen Nachfragesteigerung einher. Auf den Kartoffeläckern hierzulande ist vereinzelt bereits mit der Pflanzung von Frühkartoffeln begonnen worden.

Rheinland-Pfalz:
Die Nachfrage am Kartoffelmarkt hat sich im Vorfeld der Ostertage etwas belebt, der vorherrschende Angebotsdruck wird jedoch kaum abgemildert. Die Frühkartoffelauspflanzungen sind inzwischen abgeschlossen. Da einige Bestände bereits vor dem Durchstoßen stehen und weitere Frostnächte erwartet werden, sind Frostberegnungen ein Thema. Verarbeitungsware wird indes von gestiegenen Energie- und Transportkosten weiter unter Druck gesetzt.

Brandenburg/Berlin:
In Brandenburg und Berlin seien nach Angaben des Statistikamtes manche Lebensmittel derzeit deutlich günstiger als vor einem Jahr. Dazu zählen auch die Kartoffelndie in Berlin um 12,7 Prozent und in Brandenburg sogar 21,3 Prozent günstiger zu erwerben sind.

Hessen:
Im Land Hessen hat es im Vergleich zur Vorwoche keine nennenswerten Preisveränderungen gegeben.

Sachsen:
Auch in Sachsen hat es im Vergleich zur Vorwoche keine nennenswerten Preisveränderungen gegeben. „Die Preise sind momen­tan so schlecht, dass etwa deut­sche Kol­le­gen ihr Getreide oder Kar­tof­feln in Bio­gas­an­la­gen fah­ren. Pol­ni­sche Kol­le­gen ver­feu­ern sogar ihr Getreide, das für die mensch­li­che Ernäh­rung pro­du­ziert wurde, um über­haupt noch etwas zu ver­die­nen. Man weiß gar nicht mehr, was man anbauen soll. Die Erlöse rei­chen hin­ten und vorne nicht. Eigent­lich ist es rei­ner Selbst­mord, Acker­bau zu betrei­ben. Wir machen es nur noch, weil wir das Stroh für die Tiere brau­chen", sagt Patrick Rückert, Geschäftsführer der Großdrebnitzer Agrarbetriebsgesellschaft.

Erscheinungsdatum:

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