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Belgien:

Erdbeererzeuger rechnet trotz Sortenwechsel mit einer starken Saison

Bei der Maatschap Van Overbeke, einem Erdbeeranbaubetrieb mit Sitz in Waregem, Belgien, rückt die Saison näher, hat aber noch nicht begonnen. "Wir rechnen in etwa zehn Tagen mit der ersten Ernte. Die ersten Früchte fangen an, Farbe anzunehmen, aber wir haben noch nicht mit der Ernte begonnen. Alles hängt vom Wetter ab – wir brauchen Sonne und Wärme, damit es richtig losgeht", sagt Philip van Overbeke, der den Betrieb gemeinsam mit seiner Tochter Jorien leitet.

Laut Van Overbeke verläuft die aktuelle Saison ähnlich wie im Vorjahr. "Der Start entspricht dem der vergangenen Jahre. Wäre es wärmer gewesen, hätten sie früher Farbe angenommen, und wir hätten schneller beginnen können, aber das war nicht der Fall. Das ist aber nicht unbedingt schlecht. Durch das kühlere Wetter können die Früchte besser wachsen, was zu größeren Erdbeeren führt. Unsere wichtigste Sorte ist Sonsation, die derzeit aber nur in sehr geringen Mengen verfügbar ist, weshalb alle auf die ersten Früchte warten."

"Wir rechnen damit, etwa am 10. April mit der Ernte zu beginnen. Die Nachfrage ist für diese Jahreszeit bereits gut, und wenn es mehr Sonnenschein gibt, wird sie sicherlich noch weiter steigen. Idealerweise möchte man, dass zu Ostern Erdbeeren verfügbar sind, aber da Ostern dieses Jahr früh liegt, ist das sehr schwierig. Dafür bräuchte man zusätzliche Beleuchtung, und das kommt für uns nicht in Frage."

Ruhiger Start, gute Aussichten
Die Pflanzen sind in gutem Zustand, was Van Overbeke Zuversicht für die kommenden Wochen gibt. "Es sieht so aus, als seien die Pflanzen etwas kräftiger als im vergangenen Jahr. Es hängt davon ab, ob sie sich in der kommenden Woche gut entwickeln können, aber wenn das der Fall ist, könnte der Ertrag pro Quadratmeter etwas besser ausfallen als im Vorjahr. Das ist positiv, auch wenn natürlich abzuwarten bleibt, wie der Markt reagieren wird."

"Man muss immer abwarten, wie sich die Preise entwickeln, aber meiner Meinung nach hatten Erdbeererzeuger in den vergangenen Jahren nicht viel zu klagen", fährt Van Overbeke fort. "Im Vergleich zu Kartoffelerzeugern beispielsweise geht es uns nicht schlecht. Kartoffelerzeuger können ihr Produkt fast nicht mehr verkaufen, aber glücklicherweise ist der Absatz von Erdbeeren nicht zurückgegangen. Erdbeeren sind nach wie vor sehr gefragt, daher sehe ich auch in dieser Saison keine Probleme."

© Aardbeien Van Overbeke

Dieses Jahr wird ein Brachjahr
Während Sonsation in den vergangenen Jahren den Saisonstart beim Anbaubetrieb markierte, folgte darauf normalerweise Elsanta. "Dieses Jahr hatten wir eigentlich etwas anderes geplant. Wir wollten in dieser Saison mehr von der remontierenden Sorte Karima anpflanzen. Im vergangenen Jahr hatten wir bereits eine kleine Menge Karima. Vom Geschmack bin ich noch nicht ganz überzeugt, aber in Bezug auf Ertrag und Preisgestaltung hat die Sorte viel Potenzial", erklärt Philip. "Leider mussten wir das jedoch auf nächstes Jahr verschieben. Es war nur begrenzt Pflanzgut für Karima verfügbar, und die Nachfrage war so groß, dass es fast nirgendwo mehr zu bekommen war. Über Umwege hätten wir noch Pflanzen bekommen können, aber daraus ist letztlich nichts geworden. Wir müssen also bis zum nächsten Jahr warten, wodurch dies für uns zu einer Art Brachjahr geworden ist, mit einer geringeren Anbaufläche."

Diese Entscheidung ist teilweise auf den Mangel an Alternativen im Sommeranbau zurückzuführen. "In einem wirklich heißen Sommer ist der Ertrag von Elsanta oft zu gering. Außerdem gibt es nur wenige andere Sorten, die mit wärmeren Temperaturen gut zurechtkommen. Dann ist es manchmal besser, das Gewächshaus leerstehen zu lassen, als ohne Ertrag zu produzieren. Auf diese Weise spart man Arbeitskosten und vermeidet unnötigen Stress. Deshalb haben wir uns in diesem Jahr dafür entschieden, es ruhiger angehen zu lassen."

Für die Zukunft hingegen sieht Philip ein großes Potenzial für die Karima. "Man pflanzt einmal und kann die ganze Saison damit arbeiten. Mit Erträgen von eineinhalb Kilo pro Pflanze und bis zu 1,8 Kilo, wenn alles optimal läuft, ist sie im Vergleich zu Elsanta eine sehr produktive Sorte. Ich gehe davon aus, dass Elsanta nur noch für den Herbstanbau unter Glas verwendet wird, wo die Temperaturen niedriger sind. Im Sommer werden die Früchte einfach viel zu schnell zu klein. Ich höre in meinem Umfeld oft, dass man erwartet, dass Elsanta in ein oder zwei Jahren vom Markt verschwindet. Nur wenige Erzeuger werden sie weiter anbauen. In den letzten Jahren, in denen das Klima immer wärmer geworden ist, liefert Elsanta nämlich viel zu geringe Erträge, sodass man feststellt, dass remontierende Sorten allgemein als die Zukunft angesehen werden."

Weitere Informationen:
Philip Van Overbeke
Aardbeien Van Overbeke
Bessemstraat 65
8790 Waregem, Belgien
Tel: +32 (0) 56 61 43 88
[email protected]
www.aardbeienvanoverbeke.be

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