Die französische Blumenkohlproduktion für die Saison 2025–2026 wird laut Agreste auf 192.700 Tonnen geschätzt, was einem Rückgang von 10 % gegenüber dem Vorjahr (-22.500 Tonnen) entspricht. Dieser Rückgang geht mit einer Verringerung der Anbaufläche um 5 % auf 12.140 Hektar einher, wobei der Rückgang im westlichen Anbaugebiet mit -12 % besonders ausgeprägt ist.
Trotz dieses Produktionsrückgangs hat der milde Winter den Erntekalender stark durcheinandergebracht und die Erntemengen auf den Winter konzentriert. Nach einer Beschleunigung der Reifung ab Dezember schränkte eine kurze Kälteperiode Ende Januar das Angebot vorübergehend ein, bevor eine Schneeschmelze im Februar die Ernte erneut beschleunigte. Infolgedessen werden im Frühjahr geringere Mengen erwartet.
Diese Konzentration des Angebots hat den Markt aus dem Gleichgewicht gebracht und angesichts unzureichender Nachfrage zu einem Überangebot geführt. Die Preise, die bereits im November niedrig waren, fielen weiter: -32 % im Dezember im Vergleich zu 2024 und -42 % im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt. Im Januar blieb das Angebot trotz mehrerer Kälteeinbrüche reichlich und schwer verkäuflich, auch wenn die Exporte vor dem Hintergrund der spanischen und italienischen Konkurrenz nur begrenzte Unterstützung boten.
Die Lage verschlechterte sich im Februar weiter: Die Binnennachfrage war schleppend und die Exportmöglichkeiten weiterhin eingeschränkt, was insbesondere in der Bretagne zu einer Reihe unverkaufter Produkte führte. Infolgedessen fielen die Preise erneut, und zwar um 23 % im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt. Im Monatsvergleich lagen sie zudem um 21 % unter dem Wert vom Februar 2025.
Was den Handel betrifft, so gingen zwischen Juni 2025 und Januar 2026 die Exporte (49.600 Tonnen) um 8 % und die Importe (34.300 Tonnen) um 17 % zurück. Der Handelsüberschuss stieg dennoch mengenmäßig um 18 % auf 15.300 Tonnen.
Quelle: Agreste