© Fruit Freshi bv„In der ersten Phase der Saison kam die Nachfrage nach Steinobst aus Übersee nur langsam in Gang, obwohl das südafrikanische Produkt frühzeitig auf dem europäischen Markt verfügbar war. Erst später in der Saison, gegen Ende dieses Monats, stieg der Konsum von Nektarinen und Pflaumen allmählich an", berichtet Daniela Aguirre von Fruit Freshi.
„Die Nektarinenernte begann mit Herausforderungen hinsichtlich der Fruchtgröße; im Dezember gab es relativ viele kleinere Früchte, aber in den zurückliegenden Wochen sehen wir ein besseres Gleichgewicht hin zu mittelgroßen Früchten. Regen und Hagel haben die Qualität in einigen Zeiträumen beeinträchtigt, und auch das Saisonende war dadurch schwieriger. Pfirsiche waren dieses Jahr knapp, aber die Nachfrage steigt nun deutlich an."
Schwieriger Absatz zu Beginn der Steinobstsaison
„Die Erwartungen waren zunächst positiv, auch weil andere Herkunftsländer ihre Saison gerade beendeten. In der Praxis blieb das Interesse an Nektarinen in den ersten Wochen jedoch begrenzt. Der Verbrauch lag spürbar niedriger, wobei der Fokus auf dem Markt vor allem auf anderen Produktgruppen wie Beeren und Trauben lag. Zudem waren die Exportmengen höher als in der vorangegangenen Saison. In Kombination mit einer uneinheitlichen Qualität sorgte dies für zusätzlichen Druck auf den Markt und einen schwierigen Absatz in der Anfangsphase", so Daniela.
„Auch in der Kategorie Kernobst bleibt der Verbrauch hinter den Erwartungen zurück. Obwohl die Importmengen recht konservativ sind, bleibt die Nachfrage schwach. Das liegt zum Teil daran, dass in Europa noch ausreichend Conference-Birnen verfügbar sind, aber auch daran, dass die Verbraucher aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten preisbewusster geworden sind. Es wird jedoch erwartet, dass die Nachfrage nach Birnen aus Übersee in den kommenden Wochen zunehmen wird, da die europäischen Bestände weiter schrumpfen und der Markt mehr Raum für Importprodukte bietet."
Von echten Verkaufsschlagern im Kern- und Steinobstsortiment ist laut Daniela daher keine Rede. „Der Verbrauch sowohl von Stein- als auch von Kernobst bleibt vorerst begrenzt und verhalten. Kernobst wie Birnen und Äpfel verkauft sich stabil, aber verhalten, während Steinobst wie Nektarinen und Pflaumen erst später in der Saison richtig in Schwung kam. Der Markt beobachtet nun vor allem, wie sich die Saison weiterentwickelt."
Betriebsstörungen in den Terminals in Kapstadt
Auch die Logistik für südafrikanisches Obst verläuft in dieser Saison mit Herausforderungen. „Die Branche hatte mit schwerwiegenden Betriebsstörungen in den Terminals von Kapstadt zu kämpfen, wodurch mehrere Schiffe gleichzeitig ankamen. Dies führte zu Verzögerungen und Engpässen bei der Abfertigung, sodass das Obst nicht immer zum geplanten Zeitpunkt den europäischen Markt erreichte."
Auf die Frage, ob die Situation im Nahen Osten zu einem erhöhten Druck auf den europäischen Markt führt, antwortet der Obstimporteur: „Wir wurden von Apfelexporteuren gefragt, ob wir zusätzliche Mengen abnehmen wollten, aber derzeit beobachten wir noch keine nennenswerten zusätzlichen Lieferungen nach Europa. Dennoch bleibt der Nahe Osten ein wichtiger Schwerpunkt: Wenn sich die Lage dort nicht verbessert, könnte das zusätzlichen Druck auf den europäischen Markt ausüben."
Trends bei Sorten und Marken
„Bei Steinobst gab es insbesondere aus Südafrika bereits vor fünf bis sieben Jahren eine Entwicklung hin zu geschmacksintensiven Sorten. Diese Sorten sind mittlerweile auf dem europäischen Markt alltäglich geworden" , erzählt Daniela. „Bei Äpfeln findet eine Verlagerung hin zu immer mehr Markenapfelsorten statt, wobei Pink Lady ein gutes Beispiel ist. Die meisten Verbraucher scheinen eine Vorliebe für süße und feste/knackige Äpfel zu entwickeln. Vor allem jüngere Verbraucher scheinen sehr empfänglich für Markenapfelsorten zu sein."
Mit Blick auf die Feiertage gibt es laut der Importeurin sicherlich Chancen. „Für den Verkauf im Vorfeld von Ostern bieten sich vor allem Chancen bei Birnen. Birnen kommen in Werbeaktionen rund um Ostern gut an, dank ihres frischen Geschmacks und ihrer Vielseitigkeit bei festlichen Gerichten. Mit der richtigen Positionierung können Birnen daher gut auf die Nachfrage während der Feiertage reagieren!"
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Daniela Aguirre
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