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Kaltfront zieht über weite Teile der DACH-Region:

Keine nennenswerten Frostschäden erwartet

In weiten Teilen der DACH-Region kam es in der KW 13 zu einer akuten Kaltfront. Minustemperaturen, Spätfrost und Schneefall prägten dabei das Geschehen. Trotz flächendeckender Frostschutzmaßnahmen sei es für viele Obstbauern eine Zitterpartie gewesen, wie aus Kommentaren aus den einzelnen Anbaugebieten hervorgeht.

Hessen:
Der März wird plötzlich zum April und macht sprichwörtlich, was er will: Nach den sonnigen und vielfach auch zu warmen Frühlingstagen seit Monatsbeginn blies am Mittwoch das Island-Tief „Livia" arktische Luft nach Hessen und brachte dabei unbeständiges und kühles Wetter mit. Dabei kam es auch bis in tiefere Regionen noch einmal zu Schneeschauern und frostigen Temperaturen. Keine guten Nachrichten für die hessischen Obst- und Spargelbauern. Doch die meisten von ihnen fühlten sich gut gewappnet.

Baden-Württemberg:
Auch beim Ortenauer Landwirt Egon Busam wurde es letzte Woche noch einmal kritisch. Sie soll seine Folientunnel am Rand des Ortsteils Erlach nochmal aufwärmen. Denn für die kommende Nacht zählt jedes Grad. Die frühen Erdbeeren des Obstbauern stehen größtenteils in voller Blüte, einige Pflanzen haben erste Fruchtansätze. „Wenn nichts dazwischenkommt, haben wir in vier Wochen die ersten Erdbeeren", sagt der Landwirt. Doch die angekündigten Nachtfröste sind ein Risiko für die frühe Ernte.

Sachsen-Anhalt:
Auch in Sachsen-Anhalt hat es letzte Woche mehrere Frostnächte gegeben: Um die Obstanlagen vor den Minustemperaturen zu schützen, wurden u. a. Frostkerzen und dergleichen eingesetzt.

NRW:
Die Kaltfront erwischt die Kern- und Steinobstanlagen genau während der Blütezeit, weiß Obstbauer Arne Korn. „Wenn wir, wie hier, offene Blüten haben, können sie leider nicht viel ab. Da reichen schon leichte Minusgrade, um die Ernte zu zerstören", sagt er gegenüber WDR.

Saarland:
Nach viel Sonnenschein kam es auch im Saarland in der KW 13 nochmal zu Minustemperaturen. Nach Angaben des saarländischen Bauernverbands seien weniger als eine Handvoll Bauern von dem drohenden Frost betroffen gewesen. Bisher blüht örtlich vor allem Steinobst, wie Kirschen, Mirabellen und Renekloden. Apfel- und Birnenbäume sind beispielsweise noch nicht erblüht.

Schweiz:
Auch in Teilen der Deutschschweiz ließ sich zuletzt der Spätfrost wieder blicken. Blühende Obstbäume stehen unter Frostgefahr. Frost kann Blüten zerstören, warnen Meteorologen und Obstbau-Experten. Auch in der Aprikosenhochburg Wallis wurden Schutzmaßnahmen ergriffen, um die Kulturen entsprechend zu schützen: „Die ersten Fackeln wurden gegen 23:00 Uhr angezündet", sagte Jean-Noël Devènes, Obstbauer in der Gemeinde Nendaz VS. Er beschrieb eine „böse und beißende" Kälte, die aus den Tälern heraufzog und sich als schwierig zu bewältigen erwies, da „Luftströmungen die Wärme zunichte machten."

Der Kälteeinbruch bremst Schweizer Felder aus. Während Obstbauern um ihre Kulturen bangen, dürfte sich die Spargelsaison verzögern.

Österreich:
Trotz vereinzeltem Schneefall und Minustemperaturen bewertete Ulrich Höfert von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg die Lage laut ORF als insgesamt „unspektakulär". Die meisten Obstgehölze seien noch nicht weit genug entwickelt, um ernsthaft Schaden zu nehmen.



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