Die Marktlage bei den Speisekartoffeln präsentiert sich auch zu Beginn des Frühlings nahezu unverändert. "Aufgrund der erheblichen Überschüsse erleben wir ein äußerst schwieriges Kartoffeljahr", bestätigt Marco Sion, Kartoffelgroßhändler im neuen Frischezentrum in Köln-Gremberghoven. Auch die jüngsten Lageraufschläge brachten ihm zufolge keine nennenswerte Erleichterung. "Dennoch sind wir mit dem bisherigen Saisonergebnis gar nicht mal so unzufrieden. Denn der Mengenumsatz liegt bislang nur geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres."
Während die Spargelsaison peu à peu in Schwung kommt, nimmt für gewöhnlich auch das Angebot an Speisefrühkartoffeln stetig zu. Sion: "Die zyprische Saison entfaltet sich immer in drei Phasen: Das heißt, die sogenannte Spring-Ware trifft nun sukzessive auf den Markt, während parallel noch letzte Intermediate bzw. mittlere Ware gehandelt wird. Das Preisniveau ist momentan recht in Ordnung. Auch erste Sieglinde italienischen Ursprungs sind bereits vorhanden: Hier zeichnet sich nun eine leichte Verknappung ab, weshalb die Preise eher nach oben tendieren. Aufgrund von Niederschlägen konnte in der KW 13 teilweise nicht gerodet werden, was die Lage eventuell noch etwas verschärfen wird." Auch auf Vermarktungsebene macht sich die Kaltfront bereits bemerkbar, ergänzt Sion.
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Marco Sion führt den in den 50-Jahren gegründeten Familienbetrieb nun in 3. Generation. Am 25.12.2025 verstarb sein Vater und langjähriger Geschäftsführer Walter Sion, der den Grundstein für die Entwicklung der Firma legte.
Start der neuseeländischen Zwiebelsaison
Bei den Zwiebeln schreitet der Abbau deutscher Lagerzwiebeln zusehends voran. Spätestens bis Ende April wird man voraussichtlich noch auf einheimische Speisezwiebeln zurückgreifen können, erwartet Sion. "Währenddessen trafen in der KW 13 erste Importzwiebeln aus Neuseeland bei uns ein. Zwei Wochen davor gab es bereits erste Metzgerzwiebeln aus Chile: Diese hätten wir nicht zwingend gebraucht, da spanische Ware noch ausreichend vorhanden war. Aus Qualitätsgründen stellen viele Kunden aber trotzdem auf Chile um, sobald dieser Ursprung offeriert wird." Die stark gestiegenen Frachtkosten schlagen im Bereich der Importzwiebeln erheblich zu Buche, obwohl Ware neuseeländischen Ursprungs derzeit recht preisgünstig erhältlich sei.
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Marco Sion zeigt die ersten neuseeländischen Importzwiebeln der diesjährigen Saison. In Sachen Zwiebelimporte kooperiert er mit dem langjährigen Partner Van der Lans.
Zusatzartikel finden guten Anklang
Marco Sion steht seit nunmehr 20 Jahren als Geschäftsführer am Ruder des Familienunternehmens und bedient einen breit gefächerten Kundenstamm im Raum Köln und darüber hinaus. Die Auslieferung gewinnt dabei tendenziell an Bedeutung und umfasst nun rund ein Drittel des gesamten Warenumschlags. Auch das Sortiment wurde im Laufe der Jahre allmählich erweitert. "Neben unserem Standardsortiment bieten wir heutzutage auch Knoblauch, Schalotten und rote Zwiebeln an. Auch Süßkartoffeln haben sich in den letzten Jahren recht gut etabliert", heißt es abschließend.
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Ergänzend zum breiten Kartoffel- und Zwiebelsortiment bietet Sion auch Zusatzartikel wie Knoblauch und Süßkartoffeln an.
Weitere Informationen:
Marco Sion
Kartoffel Sion
Josef-Linden-Weg 6
51149 Köln-Gremberghoven
Tel: +49 163 7787940
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