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René Segers, Mulder Onions:

"Die niederländische Zwiebelbranche rühmt sich gerne mit hohen Exportzahlen, verschweigt aber die Risiken"

René Segers ist seit 17 Jahren Einkäufer bei dem niederländischen Unternehmen Mulder Onions. Er sagt, gerade die Unvorhersehbarkeit des Zwiebelmarktes mache ihn so interessant. „Kein Jahr gleicht dem anderen. In einem Jahr gibt es eine gute Ernte, im nächsten eine schlechtere. Mal große Zwiebeln, mal kleine. Und die Märkte können sich von einem Jahr zum nächsten ändern", beginnt er.

Ein Land kann beispielsweise in einer bestimmten Saison ein großer Abnehmer sein, um dann im nächsten Jahr völlig autark zu sein. René nennt Brasilien als Beispiel. „Wenn sie eine gute Ernte haben, treten sie manchmal gar nicht auf dem Markt auf."

© Mulder Onions

Hektisches erstes Saisonhalbjahr
Laut René hat sich in den letzten Jahren ein deutlicher Trend herausgebildet. „Zwischen dem 1. August und dem 1. Januar haben wir alle unglaublich viel zu tun, wobei fast die Hälfte des Exportvolumens an die Elfenbeinküste und den Senegal geht", erklärt er. René ist jedoch der Meinung, dass sich die Branche manchmal zu sehr auf Rekordexporte konzentriert.

„Wir prahlen gerne mit hohen Exportzahlen und fragen uns, ob wir 900.000 Tonnen erreichen werden. Aber es wird kaum darüber gesprochen, ob es sich dabei wirklich um hochwertige Zwiebeln handelt", sagt er und verweist auf die Gefahr einer Überversorgung bestimmter Märkte und die damit verbundenen finanziellen Risiken.

„Eine Überversorgung der Märkte bedeutet Zahlungsprobleme. Das verdient etwas mehr Aufmerksamkeit." Segers sagt, Mulder Onions habe viel Erfahrung auf dem afrikanischen Markt und gehe bei neuen Kunden vorsichtig vor. „Wir versuchen immer, eine Vorauszahlung zu sichern. Das machen nicht alle Exporteure", weiß er.

Ruhigerer Markt nach Neujahr
Nach Neujahr lässt der Exportmarkt in der Regel etwas nach. „In KW 1 bis 3 lief es noch recht gut, aber in KW 4 war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen", sagt René. Die Entwicklung des Marktes vorherzusagen, ist schwierig. Viel hängt von der Nachfrage aus Regionen wie Deutschland, Italien und Osteuropa ab. „Der niederländische Sektor ist oft auf Ernteausfälle anderswo angewiesen", räumt er ein.

Die Preise sind relativ stabil, obwohl die Preise für mittelgroße Zwiebeln vor der Fruit Logistica in Berlin noch unter Druck standen. Dieses Niveau scheint sich jedoch wieder zu festigen. Bei roten Zwiebeln ist das Angebot hoch, und die Qualität schwankt stark.

Spezifische Nachfrage nach Klasse I
Laut René steht in dieser Saison die Qualität im Mittelpunkt. „Es gibt immer noch reichlich Zwiebeln; die Frage ist, wie viele gute noch übrig sind." Supermärkte, insbesondere in Deutschland und Italien, wünschen sich gezielt schön gefärbte, festschalige Zwiebeln der Klasse I. Dank moderner Sortiertechnik, wie optischen Sortiermaschinen, ist das Sortieren in der Regel kein Problem. Mulder Onions agiert als Exportunternehmen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Verpackungsbetrieben. „So können wir immer das richtige Produkt beschaffen."

Veränderungen im Anbau
Segers weist darauf hin, dass sich der Zwiebelanbau in den Niederlanden verlagert. Früher dominierte Zeeland; heute kommen viele Zwiebeln aus Groningen, Drenthe und anderen Regionen. Mit Blick auf die Zukunft sieht er Herausforderungen vor allem im Zusammenhang mit der schrumpfenden Auswahl an verfügbaren Ressourcen. „Weniger Pflanzenschutzmittel werden wahrscheinlich die größte Herausforderung für den Zwiebelanbau sein", schließt René. (IH)

Weitere Informationen:
Mulder Onions B.V.
Tel: +31 (0)45 567 87 00
[email protected] / [email protected]
www.mulder-onions.com

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