Die italienische Import- und Exportagentur Zanarini skizziert ein Marktbild für die italienische Karotte, das auf den Anbauflächen der vergangenen Jahre, den europäischen Lagerbeständen sowie Gesprächen mit ausländischen Kunden und venezianischen Erzeugern basiert.
"Die endgültigen ISTAT-Zahlen zur Anbaufläche im Jahr 2026 sind noch nicht veröffentlicht, aber auf der Grundlage der jüngsten Trends erwarten wir eine stabile oder leicht wachsende Anbaufläche", sagt Francesca Barbieri. Dies gilt auch für die Region Venetien, auch wenn ungünstige Wetterbedingungen und Verzögerungen bei der Aussaat dort zu einem leicht geringeren Ertrag führen könnten.
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Die Saison in Venetien beginnt voraussichtlich um den 10. Mai. Das Wetter ist derzeit günstig, doch frühere Verzögerungen bei der zweiten Aussaat werden Ende Mai und Anfang Juni zu einem spürbaren Produktmangel von etwa zehn Tagen führen.
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Europäische Lagerbestände niedriger als im Vorjahr
Auf der Fruit Logistica sprachen sie mit Kunden, die im Frühjahr italienische Karotten abnehmen. Das Bild auf dem europäischen Markt: Die Lagerbestände sind begrenzt und niedriger als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Zudem musste ein Teil der nordeuropäischen Ernte erst im Dezember eingebracht werden, was Fragen zur Qualität und Haltbarkeit dieses Produkts aufwirft.
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Chancen für den Export
Dies schafft eine günstige Ausgangsbasis für den Export der Chioggia-Karotten. Die Saison könnte durchaus mit nahezu leeren Lagerräumen in Europa beginnen. Spanien hat zudem mit ernsthaften Problemen zu kämpfen: Schwere Stürme haben die Aussaat in der Provinz Cádiz, dem wichtigsten Anbaugebiet, schwer beschädigt und sorgen für große Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Ernte.
Dennoch ist Vorsicht geboten. Im vergangenen Jahr sanken die Preise stetig, während die Nachfrage aus Nordeuropa unbeständig blieb und bereits Mitte Juni versiegte. Vor allem Länder wie Belgien und die Niederlande, die im Jahr zuvor noch großes Interesse an der frühen Karotte gezeigt hatten, sprangen damals ab.
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Ehrlichkeit über Unsicherheiten
"So positiv die Ausgangslage auch erscheinen mag, die Dauer des Absatzes italienischer Exportprodukte bleibt ungewiss. Es gibt viele Variablen, darunter Klimarisiken und auch geopolitische Faktoren."
"Deshalb ist es bereits zu Beginn der Saison unerlässlich, die verfügbaren Exportmengen genau zu erfassen und gemeinsam mit den Importeuren an einem kontinuierlichen Lieferfluss zu arbeiten. Unnötige Produktrückhaltung an der Quelle führt nur zu sinnlosen Spannungen in der Lieferkette."
"Zanarini ist bereit, mit allen Partnern in der Lieferkette im Dialog zu bleiben, Informationen auszutauschen und gemeinsam so realistisch wie möglich auf die kommende Saison zu blicken", so Barbieri abschließend.
Weitere Informationen:
Francesca Barbieri
Zanarini srl
Tel.: +39 335 52 26 716
Tel.: +39 051 82 81 64 
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