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Weuthen Marktinfo vom 20.03

'Schwache Nachfrage und hohe Qualitätsansprüche bei Speisezwiebeln'

Überangebot und Qualitätsprobleme setzen Kartoffelmarkt unter Druck
Der Markt für Speisekartoffeln ist weiterhin von einem deutlichen Überangebot geprägt, da die verfügbaren Mengen die Nachfrage klar übersteigen. Gleichzeitig verschlechtern sich die Qualitäten zunehmend, insbesondere durch Silberschorf, Colletotrichum sowie steigenden Lagerdruck, sodass aktuell nur einwandfreie Ware überhaupt marktfähig ist, während Partien mit Abweichungen kaum noch Käufer finden. Zusätzlicher Druck könnte durch Frankreich entstehen, das noch auf den Markteinstieg in Deutschland wartet.

Im Lebensmitteleinzelhandel sind bereits erste ägyptische Speisefrühkartoffeln vertreten, und das deutlich früher als in den vergangenen Jahren, was den Wettbewerb weiter verschärft. Der Export Richtung Osteuropa bleibt sehr schwach, während sich die Exporte nach Afrika zwar leicht beleben, jedoch auf einem sehr niedrigen Preisniveau bewegen, sodass die Transportkosten zu den Seehäfen teilweise sogar über dem Warenwert liegen.

Gleichzeitig hat in Deutschland die neue Saison begonnen: In der Pfalz, in Baden, in Burgdorf sowie im Rheinland wurden bereits erste Frühkartoffeln unter Folie gepflanzt.

Speisezwiebeln: Nur Top-Qualität gefragt
Der Zwiebelmarkt zeigt sich derzeit insgesamt ruhig und von einer verhaltenen Nachfrage geprägt. Im Export werden weiterhin ausschließlich grobe Zwiebeln in Top-Qualität nachgefragt, während Ware mit qualitativen Abweichungen kaum Absatzchancen hat. Die Exportmengen in den Niederlanden liegen aktuell bei rund 20.000 Tonnen pro Kalenderwoche und damit deutlich unter dem Niveau der Monate November und Dezember, in denen etwa doppelt so hohe Mengen umgesetzt wurden.

Kontraktware wird hingegen weiterhin planmäßig abgerufen und sorgt für eine gewisse Stabilität im Markt. Der Angebotsdruck durch minderwertige Qualitäten nimmt in Deutschland leicht ab, bleibt jedoch weiterhin spürbar. Der Export Richtung Osteuropa zeigt sich unverändert schwach und bewegt sich preislich am unteren Ende der Skala.

Auch im Lebensmitteleinzelhandel verläuft der Absatz eher schleppend, obwohl ausreichend Ware verfügbar ist. Insgesamt bleibt die Marktsituation angespannt, wobei sich einmal mehr zeigt, dass sich nur qualitativ hochwertige Ware zuverlässig vermarkten lässt.

Quelle: Weuthen Marktinfo

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