Zum ersten Mal ist VLAM mit einem eigenen Pavillon auf der internationalen Messe Macfrut in Rimini vertreten. Mit einem klaren Fokus auf die Conference-Birne will die Organisation gemeinsam mit vier flämischen Exporteuren den italienischen Markt weiter erschließen. „Der Pavillon wird ganz im Zeichen der Birne als Exportprodukt stehen, auch wenn wir bewusst auch Gemüse mitbringen", erzählt Nele Van Avermaet von VLAM.
An dem Gemeinschaftsstand nehmen Devos-Wouters, Vergro, Fresh Fruit Service und Elite Foods teil. Darüber hinaus hat auch BelOrta einen eigenen Stand neben dem VLAM-Pavillon. „Wir haben eine schöne Mischung aus Unternehmen, die jeweils ihre eigenen Schwerpunkte setzen", erklärt Nele. „So profilieren sich Devos-Wouters und Fresh Fruit Service stark als Obstexporteure mit einem klaren Fokus auf Birnen. Vergro kombiniert Obst und Gemüse, und Elite wird natürlich vor allem sein Gemüseangebot besonders hervorheben."
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Erholung der italienischen Produktion, aber strukturelle Probleme
Der Zeitpunkt der Messeteilnahme ist kein Zufall. Nach einer historisch niedrigen Birnenproduktion in Italien im Jahr 2023 erholte sich das Land zwar im Jahr 2024, doch strukturelle Probleme belasten den Sektor weiterhin. „Vor allem die Auswirkungen des Klimawandels machen dem italienischen Birnenanbau weiterhin zu schaffen. Das schafft Chancen für belgische Exporteure."
Diese Chancen werden durch die Konsumzahlen untermauert. Italiener seien echte Birnenesser, so Nele. Rund 14,7 Millionen Haushalte kaufen jährlich Birnen, mit einer durchschnittlichen Kaufhäufigkeit von sieben Mal pro Jahr. Sowohl die Ausgaben als auch die Mengen bleiben dabei stabil. „Das macht Italien zu einem interessanten und potenziell stabilen Absatzmarkt."
Die Exporte nehmen zu
Der belgische Export von Conference-Birnen nach Italien befindet sich daher eindeutig im Aufwärtstrend. Laut VLAM bietet die aktuelle Marktsituation eine hervorragende Gelegenheit, dieses Wachstum weiter zu beschleunigen. Auf der Grundlage von Eurostat-Quellen zeigen Daten von VLAM nämlich, dass die Birnenimporte in den zurückliegenden zehn Jahren deutlich zugenommen haben, wobei die Bedeutung von EU-Ländern wie den Niederlanden und Belgien im Vergleich zu Drittländern erheblich gestiegen ist. So belaufen sich die belgischen Birnenexporte nach Italien mittlerweile auf fast 30.000 Tonnen, während sie vor zehn Jahren noch bei rund 3.000 Tonnen lagen.
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„Die Conference-Birne ist unser Spitzenprodukt für diesen Markt", betont sie. „Gleichzeitig sehen wir, dass sich Italien auch zu einem interessanten Zielmarkt für bestimmte Gemüsesorten wie beispielsweise Tomaten entwickelt, wodurch wir über den reinen Obstbereich hinausblicken können."
Um diese Position zu stärken, wurde bereits im vergangenen Jahr eine europäische Werbekampagne gestartet. Diese zielt auf Sichtbarkeit und Bekanntheit durch Medien und gezielte Aktionen ab. Die Teilnahme an der Macfrut ist Teil dieser Strategie. „Wir haben bereits zuvor auf einem italienischen Frühmarkt Werbung betrieben, wo wir direkt mit lokalen Akteuren in Kontakt kamen. Solche Initiativen wollen wir nun weiter ausbauen."
Regionale Unterschiede
Ist der italienische Verbraucher denn überhaupt an der Conference interessiert? Die Bevölkerung ist ursprünglich kein Conference-Esser, aber das Interesse an dieser Birne wächst, wie Nele feststellt. „Allerdings gibt es innerhalb Italiens deutliche regionale Unterschiede. Im Norden, wo die Abate-Birne traditionell stark vertreten ist, bleibt man eher der lokalen Sorte treu. Im Süden hingegen sehen wir mehr Offenheit und wachsendes Interesse an unserer Conference-Birne. Dort liegen derzeit die größten Chancen."
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Dennoch ist Vorsicht geboten. „Italien ist für uns noch ein relativ neuer Markt. Wir befinden uns in einer Startphase, in der wir Schritt für Schritt an Vertrauen und strukturellem Absatz arbeiten. Die ersten Signale sind positiv, aber es ist ein langfristiger Prozess."
Branche zieht mit
Laut Nele kommt der Fokus auf Italien nicht von ungefähr. „Das ist wirklich eine Nachfrage aus der Branche selbst. Sowohl Exporteure als auch Genossenschaften sehen Chancen und wollen diese aktiv entwickeln. Unsere Rolle ist es, diesen Prozess zu unterstützen und zu stärken. Die Teilnahme an der Macfrut ist dabei ein wichtiger Schritt, aber sicherlich nicht das Ende. Später in diesem Jahr ist unter anderem eine Pressereise für italienische Journalisten nach Belgien geplant, bei der sie die gesamte Lieferkette des flämischen Birnensektors kennenlernen. Auf diese Weise wollen wir nicht nur das Produkt, sondern auch die Geschichte dahinter stärker in den Vordergrund rücken."
VLAM ist auf der kommenden Macfrut vom 21. bis 23. April in Halle D3, Stand 107, zu finden.
Weitere Informationen:
Nele Van Avermaet
VLAM
Tel: +32 2 552 80 32
[email protected]
www.vlam.be