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Spargel Round-Up KW 12-13:

'Rückläufige Spargelproduktion trifft auf stabile Nachfrage zum Saisonstart'

Der Spargelanbau in Deutschland geht zurück: Sowohl Erntemenge und Anbaufläche als auch die Zahl der Spargel anbauenden Betriebe ist in den vergangenen zehn Jahren gesunken. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 103.900 Tonnen Spargel geerntet. Das waren 3,9 % weniger als im Jahr 2024 (108.100 Tonnen) und 8,5 % weniger als zehn Jahre zuvor (2015: 113.600 Tonnen), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Ein Grund für die geringere Spargelernte ist der Rückgang der Anbaufläche: Im Jahr 2025 umfasste die gesamte Anbaufläche für Spargel deutschlandweit 22.500 Hektar – das waren 1,5 % weniger als im Jahr zuvor (22.800 Hektar) und 12,5 % weniger als im Jahr 2015 mit 25.700 Hektar.

Vor allem kleinere Betriebe haben sich in den vergangenen Jahren aus dem Spargelanbau zurückgezogen. Dadurch nahm die Zahl der Betriebe deutlich stärker ab als Anbaufläche und Erntemenge: von 1.900 im Jahr 2015 auf 1.350 im Jahr 2025 – ein Rückgang um 29,3 %.

Bleichspargel war bei leicht ansteigenden Zufuhren aus Griechenland, Italien, den Niederlanden und Deutschland auf den süddeutschen Großmärkten zu Beginn der KW 12 gefragt. Die Preisvorstellungen bewegten sich für einheimische Ernte zwischen 15 und 21 EUR je kg. Offerten aus Griechenland kosteten 14 bis 15,50 EUR je kg. Auf dem Hamburger Großmarkt kostete debütierender weißer deutscher Spargel in 18 bis 22 mm 18 bis 20 EUR je kg, während griechische Stangen zu ca.15 EUR/kg offeriert wurden. Währenddessen wurde vielerorts auch Grünspargel aus Italien sowie Spanien gehandelt, dessen Preise leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen.

Niedersachsen: Erneute Kaltfront spielt Spargelbauern in die Karten
Der Schnee der vergangenen Wochen und das anschließende sonnige Wetter lassen die Spargelbauern in Niedersachsen optimistisch auf die nun beginnende Saison blicken. „Wir haben mal wieder Winter gehabt", sagte Fred Eickhorst, Geschäftsführer der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen, in Hatten bei Oldenburg. Für ein gutes Wachstum benötigten die Spargelstangen auch Kältestunden – das sei in diesem Jahr in Niedersachsen der Fall gewesen. Die ersten Spargelstangen, die von beheizten Feldern gestochen werden, würden bereits verkauft, erklärte Eickhorst. Aber das seien noch keine nennenswerten Mengen.

Zu Beginn der Saison würden viele Betriebe die Preise auf dem Vorjahresniveau halten, sagte Eickhorst. Angesichts der hohen Lohnkosten rechne er aber im weiteren Saisonverlauf mit entsprechenden Preiserhöhungen. Mit einer Gesamtanbaufläche von rund 4.347 Hektar ist Niedersachsen das größte Spargelanbaugebiet Deutschlands, gefolgt von NRW, Brandenburg und Bayern.

NRW: Flächendeckend regionaler Spargel zu Ostern erwartet
Bis Ostern werde der Spargel auch in Nordrhein-Westfalen wohl vielerorts erntereif sein, glaubt Ralf Große Dankbar, Spargelberater der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftskammer. „Ostern ist zwar relativ früh in diesem Jahr, aber dann werden viele Hofläden eigenen Spargel anbieten können."

Große Preissprünge erwartet der Experte in diesem Jahr übrigens nicht – auch wenn der gestiegene Mindestlohn sich für die Landwirte deutlich bemerkbar macht. „Spargelanbau ist lohnintensiv. Aber man versucht, an allen Stellschrauben zu drehen. Viele statten ihre Erntehelfer mit modernen Maschinen aus, damit man effizient unterwegs ist", sagt der Spargelberater.

Bayern: Moderate Preissteigerungen erwartet
„Wir sind gerade mitten im Start der Saison", sagt Peter Strobl, Geschäftsführer des Spargelverbandes Südbayern. Viele Betriebe würden in der kommenden Woche zum ersten Mal Spargel stechen, erster Heizspargel sei sogar bereits im Umlauf. „Ich rechne damit, dass die Preise sich moderat zum Vorjahr erhöhen", so Strobl weiter.

Einige Betriebe ernten schon den ersten Spargel in Bayern. So richtig geht die Saison aber erst im April los. Für eine Prognose, wie sich die Ernte in diesem Jahr entwickeln werde, sei es noch zu früh, sagt Claudia Westner vom Spargelerzeugerverband Südbayern. Ihre Kollegin aus Franken, Miriam Adel, erwartet eine durchschnittliche bis gute Saison - wenn das Wetter weiter mitspiele, betont sie.

Sachsen-Anhalt: Kalter Winter war sehr positiv
Auf dem Hof Garlipp in Tangerhütte startet die diesjährige Spargelernte voraussichtlich in der KW 14. "Die kalten Temperaturen des ordentlichen Winters, den wir hatten, waren für das Wachstum des Spargels sehr positiv. Physiologisch hat der Spargel dadurch den Anreiz, im Frühjahr sehr ertragreich und schnell zu wachsen", berichtet Betriebsleiter Arne Garlipp. "Auch wir werden den Preis im Vergleich zum Vorjahr nicht nennenswert erhöhen", heißt es weiter.

Baden-Württemberg: Weniger Importspargel auf hiesigen Märkten
Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik mitteilt, importierte Baden-Württemberg im Jahr 2025 insgesamt rund 2.900 Tonnen frischen oder gekühlten Spargel im Wert von rund 17,9 Mio. Euro aus dem Ausland. Unter der Annahme, dass der eingeführte Spargel gleichmäßig auf die baden-württembergische Bevölkerung aufgeteilt wurde, waren das mit 256 Gramm ungefähr ein gutes halbes Pfund pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr ist die Einfuhrmenge um rund 640 Tonnen bzw. 18,3 % gesunken. So hatte Baden-Württemberg 2024 noch gut 3.500 Tonnen importiert, was damals einer eingeführten Menge von sogar 313 Gramm pro Kopf entsprach.

Brandenburg: Anbaufläche wird kleiner
Die Spargelbauern in Brandenburg wollen ab Ende März die ersten Stangen verkaufen. Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins, sagt: "Jeder Sonnentag ist ein gewonnener Tag". Zu Ostern in der ersten Aprilwoche werde es das Kilo Spargel für Preise zwischen 12 und 15 EUR geben. Danach falle der Preis, sodass der Spargel in der Hauptsaison ab 8 EUR auch im Handel zu bekommen sei.

Spargelbauer Malte Voigts aus Kremmen im Kreis Oberhavel verkündete via Instagram: "Jetzt bringen wir den Spargel zum Wachsen." Auch er bestätigte: "Ostern haben wir Spargel."
Die Region um Beelitz ist Brandenburgs größtes Spargelanbaugebiet. Allerdings geht die Zahl der Spargelbauern insgesamt zurück, die Anbaufläche wird kleiner. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wuchs das Gemüse 2025 auf einer Fläche von rund 3.400 Hektar. Das waren knapp 160 Hektar weniger als im Vorjahr. Die Erntemenge sank um 1.500 Tonnen auf 18.700 Tonnen.

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