Die niederländische Erdbeersaison kommt nun allmählich in Gang. Erste Gewächshauserdbeeren der Sorte Fandango wurden bereits an den deutschen Großhandel geliefert, berichtet Exporteur Jeroen Hendrix von Hendrix-Seelen. „Die Mengen und Preise liegen zu Saisonbeginn annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Nachteilhaft ist jedoch das frühe Osterfest: Bei den Sorten Elsanta, Favori und Sonsation werden wir den Großhandel dieses Jahr vermutlich noch nicht flächendeckend beliefern können, da wir bis dahin noch keine Vollerträge haben."
Auch das Wetter habe in den vergangenen Tagen mitgespielt, bestätigt Hendrix. „Ich würde die Nachfrage vonseiten der deutschen Großmärkte bereits als erfreulich einstufen, von Hamburg über das Rhein-Ruhrgebiet bis nach München. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass die deutsche, einheimische Ernte dieses Jahr etwas später in Gang kommt." Die niederländischen Gewächshauserdbeeren finden überwiegend in 500-g-Holzschliffschalen ihren Absatz im deutschen Fachhandel.
© Hendrix Fruit & Vegetables
Angebot und Nachfrage steigen proportional
Auch die Konkurrenz von Importware aus anderen europäischen Ländern sei zurzeit überschaubar. „Belgien setzt verstärkt auf Remontierern. In Spanien fallen die Erträge aufgrund des schlechten Wetters etwas geringer aus. Diese fehlenden Mengen werden primär mit Ware griechischen Ursprungs aufgefangen. Ergänzend werden mancherorts auch italienische Erdbeeren offeriert." Der geschützte Erdbeeranbau in Deutschland wächst in den letzten Jahren stetig, dies gelte aber laut Hendrix ebenfalls für die Nachfrage. „Dies trägt wiederum dazu bei, dass die niederländische Gewächshauserdbeere insbesondere im frühen Bereich weiterhin unverzichtbar ist, um der Nachfrage entsprechend gerecht zu werden. Die gute Haltbarkeit und der Geschmack sind dabei nach wie vor ausschlaggebend."
Herausforderungen im Gewächshausanbau
Aus Sicht des Erzeugers gibt es jedoch zahlreiche Herausforderungen. Hendrix: „Die Rede ist hier primär von steigenden Energie- und Lohnkosten. Erschwerend hinzu kommen die
© Hendrix Fruit & Vegetables steigenden Spritpreise auf Logistikebene. Auf lange Sicht sehe ich vor allem die exorbitanten Gaspreise als Kostentreiber für Gewächshausbetriebe. Speziell in diesem Jahr hat das trübe Wetter im Januar und Februar nicht gerade geholfen: Ich schließe auch nicht aus, dass sich der Ernteauftakt bei den Erdbeeren in naher Zukunft etwas nach hinten verschiebt und man verstärkt auf Remontierer setzen wird, um die Mehrkosten einigermaßen gegenzusteuern."
Auch auf Sortenebene beobachtet Hendrix gewisse Trends. "Die Anbaufläche für moderne Sorten wie Lady Emma, Lady Isabella und Inspire unter Glas nimmt tendenziell zu, während die altbewährte Elsanta weiterhin an Bedeutung verliert. Dennoch halte ich Elsanta nach wie vor für eine solide Erdbeere mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Demnach wage ich auch zu behaupten, dass diese Sorte nicht so schnell komplett aus dem Spektrum verschwinden wird."
Spargelpreise annähernd auf Vorjahresniveau
Auch der erste niederländische Spargel konnte in der KW 11 ausgeliefert werden. „Auch hier sehen wir, dass die Nachfrage von Tag zu Tag steigt, wobei wir als Hendrix-Seelen glücklicherweise über ein treues Erzeugernetzwerk und eine große Anbaufläche verfügen. Wir stehen durchaus erst am Anfang, dennoch sehen wir bislang keine nennenswerten Entwicklungen. Der Einstiegspreis liegt sogar annähernd auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums", heißt es abschließend.
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Jeroen Hendrix
Hendrix-Seelen
Tel. +31 (0)77-3873250
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