Chiles Traubensaison läuft auf Hochtouren, doch die Exportmengen wurden gegenüber den ursprünglichen Schätzungen nach unten korrigiert. Insgesamt wird erwartet, dass das Land 63 Millionen Kisten ausführen wird, was einem Rückgang von 6,4 Prozent gegenüber der letzten Saison entspricht. Zu Beginn der Saison kam es in den nördlichen Regionen zu einigen wetterbedingten Störungen, darunter Regenfälle, gefolgt von Hitzewellen. „Obwohl diese Bedingungen nicht schwerwiegend waren, beeinträchtigten sie den anfänglichen Verlauf der Saison und führten zu leichten Verzögerungen und gewissen Einbußen beim Exportvolumen, insbesondere bei bestimmten grünen Sorten", sagt Omar Farronay von Agrifruits.
Erst letzte Woche gab es auch im zentralen Teil, Chiles wichtigstem Traubenanbaugebiet, Regen. „Es ist noch nicht ganz klar, wie stark sich der Regen auswirken wird", fügte er hinzu. „Er könnte jedoch zu Qualitätsproblemen führen, die Haltbarkeit verkürzen und das Exportvolumen verringern."
Nordamerika als Schlüsselmarkt
Nordamerika bleibt das Hauptziel, doch die Mengen sind in dieser Saison leicht rückläufig, was hauptsächlich auf das geringere Gesamtangebot aus Chile zurückzuführen ist. Aufgrund dieser geringeren Verfügbarkeit ist der Markt relativ stabil geblieben. Auch Europa ist ein wichtiger Markt, doch dort herrscht stärkerer Wettbewerb durch andere Anbauländer, insbesondere aus Afrika, dessen Position sich in den letzten Jahren gefestigt hat. „Die Nachfrage aus Asien ist deutlich zurückgegangen", so Farronay. Die Mengen sind im Vergleich zur letzten Saison um 13 Prozent gesunken, da der Export nach Asien komplizierter und unvorhersehbarer geworden ist, was die Risiken für die Spediteure erhöht.
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Wachstum in Lateinamerika
Der lateinamerikanische Kontinent ist ein wichtiger Wachstumsmarkt für Chile. Im vergangenen Jahr machte Lateinamerika etwa 9 bis 10 Prozent des chilenischen Exportvolumens aus, doch in diesem Jahr ist dieser Anteil auf 15 Prozent gestiegen. Der Vorteil des Transports innerhalb Lateinamerikas besteht darin, dass die Transportzeiten kürzer sind. „Die Ware kommt frisch und in hervorragendem Zustand an." Mexiko ist der Hauptabnehmer aus Chile, bis dort die heimische Saison beginnt. Darüber hinaus sind Honduras, Kolumbien und Guatemala wichtige Märkte.
Nach Peru hat sich auch Chile in letzter Zeit auf die Sortenerneuerung konzentriert. Derzeit sind etwa 70 Prozent der Trauben neue Sorten wie Sweet Globe™ und Autumncrisp®. „Diese neuen Sorten sind ertragreicher und von höherer Qualität und spielen eine wichtige Rolle dabei, dass Chile auf dem Markt wettbewerbsfähig bleibt", kommentierte Farronay.
Chile ist eine natürliche Erweiterung
Für Agrifruits ist dies das zweite Jahr, in dem das Unternehmen aktiv Traubenprogramme aus Chile abwickelt und vermarktet. Nachdem das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren eine starke Basis in Peru aufgebaut hat, erweitert es nun sein chilenisches Programm als Teil einer umfassenderen, langfristigen Strategie. „Chile ist eine natürliche Erweiterung unserer peruanischen Aktivitäten", erklärte Farronay. „Dadurch können wir das Vermarktungsfenster erweitern und unseren Kunden eine beständigere und zuverlässigere ganzjährige Versorgung bieten." Durch die Kombination beider Herkunftsländer ist Agrifruits in der Lage, eine längere Verfügbarkeit, eine größere Sortenvielfalt und gleichbleibende Qualität in wichtigen Märkten wie Europa, Asien und dem zunehmend wichtigen Lateinamerika anzubieten. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Unternehmen zudem, effizienter auf die Marktnachfrage zu reagieren, insbesondere in Regionen mit kürzeren Transportzeiten, in denen Frische und Flexibilität entscheidend sind.
Weitere Informationen:
Omar Farronay
Agrifruits Holdings
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