Erneut sind Hass-Avocados in der Region Chania auf Kreta, dem einzigen Anbaugebiet für diese Sorte in Griechenland, in größerer Menge verfügbar als im Vorjahr. „In den letzten 10 bis 15 Jahren haben die Avocado-Anbauflächen kontinuierlich zugenommen. Der Großteil der Anbauflächen entfällt auf die Sorte Hass, gefolgt von einer beträchtlichen Anzahl an Lamb Hass, während Pinkerton, Carmen Hass und Gem Hass in deutlich geringerem Umfang angebaut werden. Natürlich hat sich das Wachstumstempo in den letzten Jahren verlangsamt, aber es hält weiterhin an. Daher werden jedes Jahr neue Bäume in die Produktion aufgenommen. In diesem Jahr überwiegen jedoch aufgrund der Überproduktion mittelgroße bis kleine Früchte", bemerkt Andreas Kantanoleon, Agrarwissenschaftler und Produktionsleiter für Avocados bei der Firma Synergatiki, die eine eigene Abteilung für Avocados betreibt.
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„Generell gibt es in Chania viele Unternehmen und Einzelproduzenten, die Avocados anbauen. Allerdings leisten nicht alle Produzenten gleichwertige Arbeit. Diejenigen, die Avocados als Nebeneinkunft betrachten, gehen bei der Ernte, sagen wir mal, weniger sorgfältig vor und setzen nicht spezialisierte Arbeitskräfte ein, was sich auf die Qualität auswirkt, auch wenn dies nicht auf alle zutrifft", kommentiert Kantanoleon.
„Unser Unternehmen exportiert nach Dänemark und Deutschland, und bislang verzeichnen wir eine stabile Nachfrage seitens unserer Kundschaft ohne nennenswerten Wettbewerb, was einen reibungslosen Absatz des Produkts gewährleistet. Derzeit liegt der Erzeugerpreis für konventionelle Avocados bei 2,40 EUR pro Kilo für die Größe der Klasse I und bei 2,00–2,10 EUR für die Größe der Klasse II. Bei Bio-Avocados kommen zu jeder Kategorie noch 0,20–0,30 EUR pro Kilo hinzu."
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„Es gibt noch einige wenige Fuerte-Avocados, aber nicht mehr lange. Heute machen sie beispielsweise 5 % von jeweils 10 Tonnen der bei uns eingehenden Ware aus, und ihr Anteil nähert sich immer mehr der Null. Die Fuerte-Sorten sind dieses Jahr früh ausverkauft, da es 40 % weniger davon gibt als im letzten Jahr", fügt der Geschäftsführer des griechischen Unternehmens hinzu.
Zum weiteren Saisonverlauf merkt Kantanoleon an: „Ich gehe davon aus, dass wir bis Juni normal weitermachen werden, während ab Anfang April auch Lamb Hass auf den Markt kommen wird. Die Konkurrenz aus Spanien war im Zeitraum Oktober–Dezember wie üblich präsent. Ich weiß nicht, wann wir wieder mit spanischen Produkten konfrontiert werden, aber zumindest im Moment gibt es keinen Druck auf dem Markt."
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