In den Niederlanden ist JJK Uienhandel in diesem Jahr in neue Büroräume umgezogen. Laut Marius Jansen machte der Platzmangel die Erweiterung notwendig. „Wir stießen immer wieder an Grenzen. Besucher waren im Büro jederzeit willkommen, aber jetzt ist es viel ruhiger", sagt er.
Marius ist mit dem Zwiebelhandel an sich recht zufrieden. Während der Fruit Logistica in Berlin und der Karnevalszeit ist es normalerweise etwas ruhiger, aber er weiß, dass das einfach zur Saison gehört. „Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die Verkaufszahlen von 35.000 bis 40.000 Tonnen in der ersten Saisonhälfte auf 15.000 bis 20.000 Tonnen in der zweiten Hälfte sinken. Aber ich beschwere mich nicht; bisher war der Handel sicherlich nicht enttäuschend."
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Polen ist ein Wachstumsmarkt
Polen ist ein wichtiger Absatzmarkt für JJK Uienhandel, und Marius sagt, dass die Exporte in dieses Land weiterhin robust sind, obwohl Polen im letzten Jahr aufgrund von Ernteausfällen mehr importieren musste. „Es heißt, dass in der ersten Saisonhälfte kaum Zwiebeln dorthin gingen, aber wir haben regelmäßig 30 bis 40 Lkw pro Woche verschickt", verrät er. Die Exporte haben seitdem wieder ihre volle Stärke erreicht.
Marius glaubt, dass Polen ein entscheidender Markt bleiben wird. „Das Land hat ein kontinentales Klima, während in den Niederlanden ein maritimes herrscht. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie immer niederländische Zwiebeln brauchen werden." Er beobachtet zudem eine Professionalisierung der polnischen Unternehmen, beispielsweise durch die Umstellung von manuellem auf maschinelles Schälen. „Ich betrachte Polen daher als Wachstumsmarkt", sagt Jansen.
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Qualität und Technologie
Er beschreibt die Qualität der niederländischen Zwiebeln als unterschiedlich. „Es gibt gute, aber auch viele weniger geeignete Chargen." Laut Marius treten häufig Probleme wie Anfälligkeit für Kahlheit, innere Mängel und Fusarium auf. Der zunehmende Krankheitsdruck bereitet ihm Sorge. „Die verfügbaren Ressourcen werden immer knapper; da muss etwas unternommen werden", erklärt er.
Um die Qualität ihres Sortierprozesses zu verbessern, investierte JJK Uienhandel in neue Flikweert-Sortierer und modernisierte damit ihre gesamte Anlage. „Wir haben die Qualität verbessert und den Arbeitsaufwand reduziert. Menschen werden müde, aber einer Maschine ist es egal, ob sie acht oder zwölf Stunden läuft."
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Marktprognose
Marius bezweifelt, dass sich der Markt in den kommenden Wochen wesentlich verändern wird. Der Markt für rote Zwiebeln wird etwas belebter werden, unter anderem weil die Anbaufläche in diesem Jahr erweitert wurde. „Südeuropa drängt stärker auf den Markt, während Osteuropa vorerst keine große Nachfrage haben wird", sagt er. Jansen rechnet zudem damit, dass die Exporte nach Afrika relativ stabil bleiben.
„Bis Mitte April dürfte alles seinen gewohnten Gang gehen, mit recht stabilen Preisen." Danach könnten die Bestände an Qualitätszwiebeln zurückgehen, was möglicherweise neue Chancen eröffnet. „Weitere Preisschwankungen dürften erst gegen Ende der Saison auftreten", schließt Marius.
Weitere Informationen:
J. Jansen & Zonen Uienhandel B.V.
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