Marokko wird in der Saison 2025/26 voraussichtlich fast 550.000 Tonnen Mandarinen exportieren und damit seine Position unter den weltweiten Exporteuren behaupten, wie die marokkanische Tageszeitung L'Economiste berichtet. Diese Prognose wird vor dem Hintergrund gestellt, dass die Produktion mit klimabedingten Einschränkungen und zunehmendem Wettbewerb konfrontiert ist.
Mandarinen und Clementinen machen rund 83 % der gesamten Zitrusfruchtexporte Marokkos aus. Diese Produktpalette untermauert die Position des Landes unter den weltweit führenden Lieferanten.
Der weltweite Handel mit Mandarinen konzentriert sich auf eine begrenzte Anzahl von Exporteuren, darunter Spanien, die Türkei, Marokko, Ägypten und Südafrika. Diese Länder beliefern die meisten großen Importmärkte.
Die weltweite Mandarinenproduktion wird auf 38 bis 43 Millionen Tonnen geschätzt, wobei China mehr als 60 % der Gesamtproduktion ausmacht. Der Großteil der chinesischen Produktion wird im Inland verbraucht, während die internationalen Märkte hauptsächlich aus dem Mittelmeerraum und der südlichen Hemisphäre beliefert werden.
Marokkos Exportposition wird durch seine Nähe zu den europäischen Märkten und einen Produktionskalender gestützt, der es bestimmten Sorten ermöglicht, in die EU zu gelangen, wenn das konkurrierende Angebot noch begrenzt ist.
Der Wettbewerb innerhalb der Region nimmt zu. Die Türkei und Ägypten bauen ihre
Exportmengen dank niedriger Produktionskosten weiter aus, während Südafrika seine Präsenz durch Investitionen in den Zitrusfruchtsektor verstärkt.
Mandarinen sind nach Tomaten weiterhin Marokkos zweitgrößtes Agrarexportgut.
Quelle: The North Africa Post