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Kartoffel-Marktbericht KW 11-12:

'Importe aus Marokko und Ägypten ergänzten das Angebot an Speisefrühkartoffeln'

Mit der anlaufenden Spargelsaison verstärkten sich auch die Unterbringungsmöglichkeiten der Speisefrühkartoffeln. Diese kamen laut BLE vorrangig aus Italien und Zypern. Importe aus Marokko und Ägypten ergänzten. Die Offerten waren zwar teurer als die europäischen Speiselagerkartoffeln, dennoch griffen die Kunden etwas beherzter zu als bisher. Bei der alterntigen Ware dominierten weiterhin inländische Partien. Sie wurden von französischen Chargen begleitet. Die Güte überzeugte in der Regel weiterhin, weshalb die Händler die Forderungen der Vorwoche meist bestätigten.© BLENRW:
„Es wird abgewickelt", so die vorherrschende Devise am Speisemarkt. Der Industriemarkt bleibt geprägt von einem umfangreichen Angebot, bei gleichzeitig geringeren Absatzzahlen der verarbeiteten Produkte. Die Situation für vertragsfreie Industriekartoffeln bleibt desaströs.

Bayern:
Die Nachfrage im LEH/Discount befand sich auf einem für die Jahreszeit normalen Niveau. Speiseware konnte stetig abgesetzt werden. Das Angebot war nach wie vor gut ausreichend und nahm teilweise zu. Aufgrund der großen Vorräte gerieten die Hoffnungen auf Lageraufschläge zum Ausgleich höherer Lagerkosten immer weiter in den Hintergrund. Vereinzelt wurden Preisanpassungen vorgenommen, sodass sich die Preisspanne vergrößerte. Die Preise für Verarbeitungsware und freien Frittenrohstoff tendierten unverändert. Auspflanzungen der frühen Sorten fanden bisher nur in geringem Umfang statt.

Niedersachsen:
„Die ersten Frühkartoffeln sind schon seit Ende Februar in der Erde", sagt Joachim Hasberg, Geschäftsführer der Niedersächsischen Früh- und Veredlungskartoffel-Erzeugergemeinschaft. „Je früher, desto besser", fasst Hasberg den Start in die Saison zusammen. Schließlich steht mit dem Muttertag am 10. Mai eine wichtige Zielmarke für die ersten Frühkartoffeln fest. Diese Raritäten werden dann nach und nach in den Hofläden angeboten. „Grundsätzlich brauchen die Kartoffelbestände etwa 100 Tage, bis sie erntereif sind", erläutert Hasberg. Von Schalenfestigkeit und damit von Lagerfähigkeit sind sie zu diesem Zeitpunkt jedoch noch weit entfernt – Frühkartoffeln sollten daher möglichst frisch verzehrt werden. Währenddessen blieb der Kartoffelmarkt weiterhin ausgeglichen und verlief kontinuierlich.

Schleswig-Holstein:
Auch kurz vor dem Osterfest bleibt die Stimmung im Großhandelsgeschäft mit Kartoffeln getrübt. Auch eine Belebung der Nachfrage durch das nahe Osterfest kann die Laune nicht bessern. Einige Abnehmer haben ihre Gebote nochmals reduziert. Umfangreiche Lagerbestände werden jedoch voraussichtlich keinen Abnehmer mehr finden. Dies gilt vor allem für freie Ware. Händler raten den Landwirten, zweifelhafte Qualitäten und nicht gefragte Sorten zu entsorgen, um Verluste zu verringern. Hohe Energiepreise lassen die Kosten für Lagerung und Logistik steigen und sorgen für zusätzlichen Druck auf die Erzeugerpreise. Industrieware soll bereits zu Minuspreisen angeboten werden. Überregional treffen erste kleine Partien an Importware aus Zypern und Italien ein, was die Nachfrage nach heimischer Ware zusätzlich verringert. Auf den Feldern kommt die Auspflanzung der Folienware voran, auch wenn Regenschauer die Arbeiten etwas verzögern.

Hessen:
Im Land Hessen gab es im Vergleich zur Vorwoche keinerlei Preisveränderungen.

Sachsen/Sachsen-Anhalt:
Auch in Sachsen blieben die Notierungen weitestgehend stabil. „Wir hatten 2025 eine durchschnittliche Kartoffelernte. Die Erträge schwanken in Deutschland regional. Der Mai und der Juni fielen bei uns etwas zu trocken aus. Der Regen im Juli kam für die meisten Sorten schon etwas zu spät", informiert Maximilian Radtke, Leiter Kartoffelanbau bei der eGbR Wallstawe in der Altmark. Die Kartoffelanbaufläche habe sich in den vergangenen Jahren stetig auf rund 400 Hektar vergrößert.

Die Zukunftsperspektive sähe bei allen Feldfrüchten nicht besonders rosig aus. „Es wird auf jeden Fall dünner in den kommenden Jahren, wenn die Kosten weiterhin so hoch bleiben und die Märkte sich nicht zügig erholen", stellt der Kartoffelexperte ernüchtert fest.

Mecklenburg-Vorpommern:
Mit der Pflanzung der Frühkartoffeln hat die Saison bei der Agrarproduktgesellschaft Lübesse nun begonnen. Wenn alles nach Plan läuft, dauert es jetzt rund 100 Tage, bis die ersten Kartoffeln geerntet werden können. Auf diesem Feld ist es die Sorte Glorietta, die im Sommer aus der Erde kommen soll. Gleich daneben ist bereits eine andere Sorte im Boden: Annabelle. Auf einem halben Hektar wächst sie schon ihrer Ernte entgegen.

Thüringen:
Ungeplant große Mengen Kartoffeln landeten nach der letztjährigen Ernte im Lager der Bergkreishof Ökologischer Landbau GmbH & Co. KG im Erfurter Ortsteil Ermstedt. Eine gute Vorjahresernte und erhebliche Aberkennungen führten dazu, dass jetzt noch knapp 1.000 Tonnen auf die Vermarktung warten – angesichts eines gesättigten Kartoffelmarktes sei dies schwierig bzw. sehr zäh. Für eine Vermehrungssorte ist unerwartet die Nachfrage im Vertragsanbau eingebrochen.

Mit dem Erfurter Landmarkt entwickelte der Bergkreishof die Idee, für ein paar Wochen die Erfurter für einen höheren Kartoffelkonsum zu gewinnen. Dafür werden die Bio-Kartoffeln für 50 Cent/kg in 5-kg-Gebinden angeboten. Möglich sei dies, weil der Markt auf seine Marge verzichtet und der Bergkreishof ebenso beim Preis nachgibt. Verkauft würden auf diese Weise freilich nicht die gesamten 1.000 Tonnen – dafür fehlten allein schon die Kapazitäten zum Abpacken. „Die Aktion läuft jetzt seit mehr als zehn Tagen. Über den Landmarkt und unseren Hofladen konnten wir so schon über 60 Tonnen verkaufen", zeigt sich Jürgen Fett von der Aktion begeistert. Dass die so eine Welle erzeugt, einschließlich medialer Aufmerksamkeit, sei nicht geplant gewesen.

Erscheinungsdatum:

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