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Von 20.000 auf 60.000 Hektar Limetten: Kolumbiens Zitruswachstum droht, sich selbst zum Feind zu werden

Bio-Limetten bringen bis zu 60 % mehr Ertrag: Kolumbien sieht Chancen im Nischenmarkt

Der kolumbianische Zitrussektor befindet sich im Umbruch. Die Anbaufläche wächst rasant, doch die Rentabilität steht unter Druck und der Sektor muss dringend neue Märkte erschließen. Fedecítricos, der Verband kolumbianischer Zitrusorganisationen, will den Sektor besser organisieren und mehr kommerzielle Chancen für die Erzeuger schaffen.

© Fedecítricos

Andrés Londoño, Vertreter von Fedecítricos und selbst seit mehr als 15 Jahren Limettenanbauer, erklärt, dass die Organisation derzeit sechs Verbände zusammenfasst, die gemeinsam mehr als 350 Erzeuger aus verschiedenen Regionen vertreten.

"Fedecítricos bringt Verbände aus dem ganzen Land zusammen. Seit letztem Jahr arbeiten wir daran, alle Anbaugebiete zu vereinen und die allgemeinen Interessen der Branche zu vertreten", so Londoño.

© Fedecítricos

Große regionale Unterschiede
Der kolumbianische Zitrusfrüchteanbau unterscheidet sich stark je nach Region. In Santander, dem größten Limettenproduzenten, arbeiten vor allem Kleinbauern mit Parzellen von durchschnittlich 1,5 Hektar. Im Westen des Landes steigt diese Fläche auf durchschnittlich 25 Hektar, und im Cauca-Tal sogar auf gut 50 Hektar.

Diese Unterschiede bestimmen, wie sich die Erzeuger zum Markt verhalten. "Jeder Erzeuger geht anders mit dem Markt, mit Kooperationen und mit der Führung seines Betriebs um. Deshalb wollen wir alle Erzeuger vereinen und Kolumbien als Ganzes vertreten", sagt Londoño.

Das Angebot wächst schneller als die Nachfrage
Die Anbaufläche für Limetten ist in den vergangenen Jahren explosionsartig gewachsen: von etwa 20.000 Hektar im Jahr 2021 auf derzeit rund 60.000 Hektar. Die Inlandsnachfrage ist jedoch nicht mitgewachsen. "Das Angebot ist viel schneller gestiegen als die Nachfrage. Wenn das Produkt nicht exportiert wird, bleibt es auf dem lokalen Markt und der Anbau wird unrentabel", erklärt Londoño.

© Fedecítricos

Der Export ist damit unverzichtbar geworden. Derzeit gehen etwa 85 % der exportierten kolumbianischen Limetten in die Vereinigten Staaten, hauptsächlich über die Ostküste und über den Einzelhandel. Der Rest findet seinen Weg nach Europa, Ecuador, Chile und auf einige karibische Inseln.

Verarbeitung und Bio als Wachstumschancen
Um dem Druck durch niedrige Preise und steigende Anbaukosten standzuhalten, setzt Fedecítricos auf neue Strategien. "Wir müssen den Export von frischen Limetten ausweiten, einen Markt für verarbeitete Produkte erschließen und mehr Verarbeitungskapazitäten im eigenen Land aufbauen", erklärt Londoño. Dabei denkt er an Säfte, ätherische Öle, Pektine und Inhaltsstoffe für die Kosmetikindustrie.

© Fedecítricos

Ein weiterer Trumpf ist die Bio-Limette, die derzeit etwa 5 % der Gesamtanbaufläche ausmacht. "Es ist ein Nischenmarkt, aber Bio-Produkte können in manchen Fällen bis zu 60 % höhere Preise erzielen", so Londoño.

Trotz der Herausforderungen blickt der Sektor mit einer langfristigen Vision in die Zukunft. "Wenn wir uns nicht organisieren und keine Ordnung in den Absatz bringen, sind viele Erzeuger zum Verschwinden verurteilt. Genau darin liegt die Daseinsberechtigung des Verbandes", schließt Londoño.

Weitere Informationen:
Andrés Londoño Gutiérrez
Fedecítricos
Kolumbien
Tel. +57 3137201764
[email protected]
www.citri.com.co

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