Der zaghafte Beginn der Spargelsaison führte zu einer Ausweitung der Speisefrühkartoffeln, sodass Bewegung in das Sortiment kam: Ägyptische Spunta trafen laut dem BLE in Berlin ein und bereicherten zu etwa 15 EUR je 12,50-kg-Holzkiste das Angebot. Sie flankierten die zyprischen, marokkanischen und italienischen Chargen, die sich allesamt etwas ausgedehnt hatten. Die Verfügbarkeit von italienischen Galatiner Sieglinde wuchs augenscheinlich an. Die Nachfrage verbesserte sich, was mancherorts zu einer Verfestigung der Bewertungen führte. Die Warenpalette wurde aber weiterhin von alterntigen Speiselagerkartoffeln aus Deutschland dominiert. Diese stießen in der Regel auf ein hinreichendes Interesse, da ihre Qualität durchaus noch überzeugen konnte. Die Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich, nur hier und da musste für einzelne Varietäten infolge verringerter Menge tiefer in die Tasche gegriffen werden.
© BLE
NRW:
Am Speisemarkt ergeben sich wenig Änderungen. Auch die Notierung bleibt unverändert. Am Industriemarkt geben die Notierungen für Standardsorten in Westeuropa erneut nach. Die Fast Food-Sorte Innovator notiert die REKA hingegen mit einem Aufschlag von 0,50 EUR bei 3,50 EUR/100 kg.
Bayern:
Wenig Bewegung war am Kartoffelmarkt zu vernehmen. Die Nachfrage aus dem LEH/Discount blieb auf einem stetigen, ruhigeren Niveau. Etwas mehr Möglichkeiten boten sich vorübergehend im Exportgeschäft. Das Angebot an Kartoffeln war nach wie vor groß und es kam immer noch freie Ware auf den Markt. Für Kistenkühlhausware konnten bis auf Weiteres keine Lageraufschläge gewährt werden, teilweise kam Preisdruck auf. Die Erzeugerpreise tendierten vorerst unverändert. Vereinzelt wurden bereits erste Frühkartoffeln gepflanzt, flächendeckend war die Befahrbarkeit jedoch noch nicht gegeben.
Rheinland-Pfalz:
Der Kartoffelmarkt ist auch aktuell noch kaum verändert. Zum großen Angebot aus deutschen Anbaugebieten haben französische Herkünfte ihren Platz in den Regalen gefunden. Von ersten Frühkartoffeln aus den Mittelmeerländern wird berichtet, deren Verbreitung im LEH wird bereits in den nächsten Wochen erwartet. Aus der Pfalz wird derweil von den ersten Auspflanzungen in der 10. KW berichtet, frühlingshafte Tagestemperaturen lassen die Böden gut abtrocknen.
Schleswig-Holstein:
Die Lage im Großhandelsgeschäft mit Kartoffeln bleibt unverändert. Die Lagerbestände aus dem Vorjahr liegen auf einem Rekordniveau, auch wenn saisonbedingt die Absortierungen zunehmen. Im LEH und auf vielen Erzeugerbetrieben wird versucht, mit Sonderangebotsaktionen den Absatz etwas zu beleben. Dies sorgt jedoch nur kurzfristig für Impulse. Zum Teil wird auch Ware unter den hier aufgeführten Notierungen abgegeben. Die Preisvorstellungen der Käufer und Verkäufer liegen oft weit auseinander. Meldungen über mögliche frühe Lieferungen von Importware aus Ägypten, die evtl. schon zum Osterfest angeboten werden kann, sorgen nicht gerade für Entspannung im hiesigen Handel. In vielen Regionen wurden aufgrund der günstigen Witterung, erste Kartoffeln im Unterfolienanbau ausgepflanzt. Dies betrifft vor allem die sandigen Standorte. Marktbeobachter raten den Betrieben dazu, die Anbauflächen zu reduzieren. Am Terminmarkt sind die Kurse nicht weiter gefallen.
Niedersachsen:
Unverändert laufende Werbeaktionen des LEH sorgten für einen kontinuierlichen
Warenabsatz.
Hessen:
Im Land Hessen gab es keine nennenswerten Preisveränderungen im Vergleich zur Vorwoche.
Sachsen:
Die Kartoffelpreise in Sachsen tendieren in den letzten Wochen nach unten.