Die Verkaufssaison ist für Fruitbedrijf Morren schon seit einiger Zeit vorbei. Während die Äpfel fast sofort verkauft wurden, ging es mit den Birnen bis Neujahr weiter. "Das ist ziemlich früh, aber wenn Nachfrage besteht, verkaufe ich natürlich", erzählt Bert Morren vom gleichnamigen Unternehmen aus Belgien. "Für die kommende Saison sehen die Bäume gut aus, aber Äpfel könnten auf ein Alternanzjahr zusteuern."
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Obwohl es bis zum Jahreswechsel erhebliche Qualitätsunterschiede auf dem Markt gab, blickt er insgesamt zufrieden zurück. "Für mich ist die Saison gut gelaufen. Ich hatte nur wenige Ausfälle bei Birnen. Während der heißen Tage habe ich vereinzelt gelbe Birnen gesehen, aber die haben wir beim Pflücken sofort aussortiert", erklärt Bert. "Ich dachte, dass sie in der Lagerung sowieso matschig werden würden. Indem man sie sofort aussortiert, verhindert man spätere Probleme. Letztlich war es dann doch nicht so schlimm."
"Dennoch höre ich von anderen Erzeugern, dass sie mit mehr Ausfällen zu kämpfen hatten. Der Absatz war eine Zeit lang etwas schlechter, und bei einigen Partien waren matschige Birnen dabei. Manchmal lag das daran, dass zu spät geerntet wurde, aber auch bei Birnen, die rechtzeitig geerntet wurden, kam es dazu. Das hat vor allem mit dem warmen Wetter und der Sonne während der Ernte zu tun. Dagegen kann man eigentlich wenig tun. In den kommenden Monaten könnte es noch zu Problemen kommen, aber man sieht, dass man die Birnen hier lieber schnell loswerden möchte."
Möglicherweise ein Alternanzjahr für Äpfel
Bei Fruitbedrijf Morren richtet sich der Blick jedoch bereits wieder auf die neue Saison, in der die Bäume nach einer Periode mit schönem, warmem Wetter kräftig wachsen werden. "Wir sind fast fertig mit dem Rückschnitt im Obstgarten. Bei den Birnen sieht es vorerst gut aus. Ich denke, dass es ziemlich viele Blütenknospen gibt. Bei den Äpfeln wage ich noch keine Prognose. Das scheint etwas unbeständiger zu sein. Voriges Jahr hatten wir natürlich eine große Apfelernte. Daher gehe ich davon aus, dass einige Parzellen dieses Jahr in ein Alternanzjahr kommen. Das sieht man bei Äpfeln häufiger. Nach einem Jahr mit einer schweren Ernte kann die Produktion im folgenden Jahr etwas geringer ausfallen."
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Für einen Erzeuger natürlich weniger schön, aber für den Markt könnte es vielleicht eine gewisse Entlastung bringen. "Derzeit höre ich von Kollegen, dass der Apfelpreis nicht gut ist. In dieser Saison gab und gibt es einfach viele Äpfel auf dem Markt, was den Preis enorm drückt. Wenn es in diesem Jahr tatsächlich weniger Äpfel gibt, könnte das für den Preis günstig sein, sodass sich der Markt vielleicht etwas erholen kann. Es bleibt jedoch abzuwarten."
Das gilt natürlich auch für die Birnen. "Im Moment sieht es also gut aus. Aber natürlich muss sich erst noch zeigen, wie die Saison verläuft. Wir stehen noch am Anfang des Jahres und es kann noch viel passieren. Man sieht bereits grüne Stellen an den Bäumen, was für Anfang März eigentlich sehr früh ist. Durch das warme Wetter treiben die Bäume schneller aus. Das birgt auch ein Risiko, denn es kann natürlich immer noch frieren. Im Moment ist noch alles in Ordnung, aber Frost später im Frühjahr bleibt eine Gefahr. Vor allem, wenn die Bäume schneller gewachsen sind. Manchmal muss man zittern, aber das gehört nun einmal zum Leben eines Obsterzeugers dazu."
Eigener Laden
Neben dem Anbau hat das Unternehmen auch einen eigenen Hofladen. "Dort verkaufen wir verschiedene Produkte, die wir selbst herstellen. So stellen wir Apfelsaft aus unseren eigenen Äpfeln und auch Apfel-Birnensaft her. Für diese Produkte verwenden wir ausschließlich Obst aus unserem eigenen Betrieb. Darüber hinaus verkaufen wir auch andere regionale Produkte. Dazu gehören Spekulatius, Kekse und Honig. Der Honig stammt aus unserem Obstgarten, wird aber von einem Imker hergestellt. Der Spekulatius und die Kekse stammen von anderen regionalen Produzenten aus der Umgebung. Das hat auch den Vorteil, dass wir den Laden weiter betreiben können, selbst wenn unser eigenes Obst bereits verkauft ist. So bleibt das Angebot für die Kunden das ganze Jahr über bestehen."
Weitere Informationen:
Bert Morren
Fruitbedrijf Morren
Groenstraat 6
3470 Kortenaken, Belgien
Tel: +32 474 76 46 69
[email protected]
www.streekproductenmorren.be