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Wiener Gärtner Karl Kasehs über den Ernteauftakt im Glashaus

"Im Februar hatten wir mal die Hälfte der Sonneneinstrahlung wie im Vorjahr"

Seit Mitte Februar herrscht im Glashaus der Familie Kasehs in der Wiener Gärntersiedlung Hochbetrieb. "Wir haben unser Gurkenglashaus in der KW 2 bepflanzt und konnten plangemäß in die neue Ernte starten", so Karl Kasehs jr., der auf ca. zwei Hektar vorwiegend Salatgurken und ergänzend auch Mini-Gurken erzeugt. "Im Vergleich zu anderen Jahren war der Februar extrem lichtarm: Wir hatten nur die Hälfte der Sonneneinstrahlung wie im vergangenen Jahr. In Summe war es aber nicht kälter, sodass die bisherigen Mengen nicht nennenswert geringer waren."

Sowohl die Salat- als auch Minigurken seien momentan sehr gesucht, führt Kasehs weiter aus. "Wir erfreuen uns einer hohen Nachfrage, was vermutlich auch den geringeren Angebotsmengen und Qualitätsproblemen in Spanien geschuldet ist. Die Preise liegen momentan leicht über dem Niveau des Vorjahres und passen zur Inflation und den allgegenwärtigen Kostensteigerungen."

© K. Kasehs Qualitätsgemüse GmbHWiener Fruchtgemüse der Familie Kasehs. Abseits der Ferienzeit im August sei der Fruchtgemüse-Absatz die gesamte Saison hindurch recht stabil.

Diversifizierung im Anbau und Vertrieb
Der Betrieb Kasehs zählt zu den Ältesten in der Wiener Gärtnersiedlung und widmet sich bereits seit vielen Jahren dem Anbau von Qualitätsgurken. 2022 wurde das Portfolio um Auberginen erweitert, seit vergangenem Jahr gefolgt von runden, losen Tomaten der Sorte Mondicia. "Letztere Kultur erzeugen wir auf gut 0,5 Hektar und wir starten voraussichtlich um Ostern herum in die Ernte. Nur die Bestäubung unserer Tomatenpflanzen mit Hummeln hat dieses Jahr leider nicht so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben."

Auberginen seien inzwischen in mehreren Varianten im Wiener Glashaus vorzufinden. Kasehs: "Unser Auberginenanbau umfasst ca. 0,6 Hektar: Neben der handelsüblichen, violetten Aubergine erzeugen wir auch gestreifte, weiße und seit letztem Jahr ebenfalls runde Auberginen, die man als Importware aus Italien kennt." Eine ähnliche Diversifizierung und Risikostreuung gibt es auf Vermarktungsebene, führt er weiter aus. "Wir sind keiner Genossenschaft angeschlossen, sondern arbeiten mit ausgewählten Vermarktungspartnern wie Metro Österreich, Gurkerl, Nah&Frisch sowie Steirerland Gemüse.

© Gartenbau KasehsEinblick in den Gurkenanbau: Zu Spitzenzeiten zwischen Mai und August beschäftigt der Betrieb Kasehs ca. 30 Mitarbeiter.

PPWR und Arbeitskräfte
Insgesamt blickt Kasehs der Zukunft recht zuversichtlich entgegen, obwohl er sich ebenfalls mit den allgegenwärtigen Herausforderungen konfrontiert sieht. "Der Einführung des PPWR-Verpackungsgesetzes sehen wir vorerst recht entspannt entgegen. Hier sind wir mit unseren Gurken im Doppelpack mit Papierbanderole sowie Minigurken und Tomaten in Papiertassen bereits gut gerüstet. Ferner ist und bleibt der Arbeitskräftemangel weiterhin ein Thema: Dieses haben wir nun beheben können, indem wir gestaffelt Arbeitskräfte aus Vietnam einfliegen, sodass wir das gesamte Jahr über eingedeckt sind", heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Karl Kasehs jun.
K. Kasehs Qualitätsgemüse GmbH
Hörtengasse 21
A-1110 Wien
Tel: +43 664 916 58 12
[email protected]
https://www.kasehs-gurken.at/

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