Der Verkauf von senegalesischen Wassermelonen und Piel de Sapo-Melonen hat in Spanien und anderen europäischen Ländern vor einigen Wochen begonnen, während die brasilianische Melonensaison gerade ausklingt. Das Angebot an Wassermelonen liegt in dieser Zeit unter dem Marktbedarf. Dies ist auf den Einfluss des Klimawandels zurückzuführen, der auch für die kommende spanische Saison in diesem Sommer für Unsicherheit sorgt.
"Wir verkaufen seit etwa drei Wochen Wassermelonen und Mini-Wassermelonen aus dem Senegal, ebenso wie Piel de Sapo-Melonen, die noch eine Zeit lang zusammen mit brasilianischen Melonen auf dem Markt waren. Die brasilianische Saison neigt sich nun dem Ende zu, da dort die Regenzeit begonnen hat", erklärt Jordi Valle, Eigentümer der Grupo Algitama Autor.

Bei Piel de Sapo-Melonen gibt es seiner Meinung nach ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, da das Produkt aus dem Senegal noch mit brasilianischen Melonen zusammenfällt. Bei Wassermelonen ist das anders: Dort bleibt die Verfügbarkeit hinter der tatsächlichen Marktnachfrage zurück.
"Regen und niedrige Temperaturen haben den Verbrauch bisher gebremst, aber sobald sich das Wetter ändert, kann es zu einer Verknappung kommen, da die Nachfrage dann größer sein wird als das Angebot. In den letzten Jahren beobachten wir in den wichtigsten Anbaugebieten immer unberechenbarere Erträge. Der Klimawandel ist einfach eine Tatsache", sagt er.
Auch die schlechten Wetterbedingungen in weiten Teilen Spaniens sorgen für Unsicherheit hinsichtlich der neuen Saison. Diese beginnt mit den frühesten Ernten in Almería. Die größten Mengen kommen im Sommer aus Murcia, Sevilla und Kastilien-La Mancha.
"Die Stürme in Sevilla haben die Anpflanzungen beeinträchtigt, sodass die Ernte dort wahrscheinlich später als erwartet beginnen wird. Es ist noch schwer zu sagen, wie sich der Anbau weiter entwickeln wird, aber ich erwarte eine schwierige Saison. In Almería nimmt die Anbaufläche um 9 % zu, während in La Mancha ein leichter Rückgang um etwa 300 Hektar zu verzeichnen ist, was nicht wirklich ins Gewicht fällt. In den anderen Regionen bleibt die Anbaufläche nach Jahren des Wachstums stabil. Wir müssen also vorsichtig sein und gut planen", so Jordi Valle.
Die Grupo Algitama Autor setzt unterdessen weiterhin stark auf ihre Mini-Foodie-Wassermelonen und auf kleinere Formate von normalen Wassermelonen. "Wir glauben, dass Wassermelonen von 3 bis 4,5 kg einen breiteren Markt haben. Sie sind nicht nur billiger, sondern auch leichter auf einmal zu verzehren und sorgen für weniger Abfall. Wir arbeiten mit etwa zehn spanischen Supermarktketten zusammen und bauen gleichzeitig unsere Position in Großbritannien und Deutschland weiter aus", sagt Jordi Valle.

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Jordi Valle
Grupo Algitama Autor
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