Marokko blieb Ende 2025 der wichtigste Nicht-EU-Lieferant von Tomaten in die Europäische Union und machte 70,6 Prozent der EU-Tomatenimporte aus Drittländern aus. Die Zahlen wurden vom spanischen Landwirtschaftsministerium auf der Grundlage von Eurostat-Daten gemeldet.
Dem Bericht zufolge beliefen sich die EU-Importe marokkanischer Tomaten im Zeitraum von September bis Dezember 2025 auf 187.866 Tonnen. Dies waren 20,3 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und 5,5 Prozent weniger als im Fünfjahresdurchschnitt.
Der Rückgang der Liefermengen wurde teilweise durch höhere Preise ausgeglichen. Der durchschnittliche Stückwert der marokkanischen Tomatenlieferungen stieg im Jahresvergleich um 22,1 Prozent und lag 31,5 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt.
Marokko blieb vor anderen Lieferanten an der Spitze. Die Türkei belegte mit einem Anteil von 22,1 Prozent an den EU-Tomatenimporten aus Nicht-EU-Ländern den zweiten Platz.
Das spanische Landwirtschaftsministerium erklärte, dass die geringere Ernte in Marokko auf anhaltende Kälte, weniger Sonnenschein und Probleme bei der Saatgutversorgung zurückzuführen sei.
Quelle: Hespress Englisch