Die südafrikanische Avocadoindustrie rechnet in dieser Saison mit einem Exportvolumen von etwa 22 Millionen 4-kg-Kartons. Der Anstieg ist auf neue Plantagen und Wetterbedingungen zurückzuführen, die das Wachstum der Pflanzen begünstigt haben.
Laut Derek Donkin von Subtrop in Tzaneen beliefen sich die Exporte im letzten Jahr auf etwa 19 Millionen Kartons. Das kühle Wetter und die Niederschläge zwischen September und Dezember haben das Wachstum der Pflanzen in der aktuellen Saison begünstigt.
Rund 95 Prozent der südafrikanischen Avocado-Exporte werden nach Europa verschifft. Zu den Hauptmärkten zählen Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich. Die restlichen Mengen werden in den Nahen Osten und andere afrikanische Länder exportiert, während kleinere Mengen nach Indien und China geliefert werden.
Aufgrund phytosanitärer Beschränkungen hat Südafrika derzeit keinen Zugang zum US-Markt. Die Bestrebungen, diese Anforderungen zu erfüllen, dauern an, auch wenn die Fortschritte laut Donkin langsamer geworden sind.
Die Erntezeit beginnt im Februar in den nördlichen Anbaugebieten und dauert bis Dezember in den südlichen Gebieten, darunter das Ostkap und George. Regionen wie Magoebaskloof und Haenertsburg können aufgrund der kühleren Bedingungen und der höheren Lage später ernten.
Der Avocado-Sektor trägt etwa 3,5 Milliarden Rand (190 Millionen US-Dollar) zum Bruttoinlandsprodukt Südafrikas bei.
Donkin sagte auch, dass der Verkauf von unreifen Früchten auf den nationalen Frischmärkten in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Diese Veränderung folgte auf Maßnahmen der South African Avocado Growers' Association, die Prokon mit der Durchführung von Reifekontrollen zu Beginn der Saison beauftragt hatte.
Die Branche berichtet auch, dass der Diebstahl von Avocados aus landwirtschaftlichen Betrieben weiterhin ein Problem darstellt, obwohl das Ausmaß der Auswirkungen je nach Region unterschiedlich ist.
Quelle: Citizen