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Start der Fruchtgemüseernte im Knoblauchsland:

"Steigende Wertschätzung für regionale Auberginen"

Mit der Ernte der ersten Minigurken in der KW 9, eine Woche später gefolgt von den ersten Salatgurken, fiel der Startschuss der diesjährigen Saison im Nürnberger Knoblauchsland. "Das trübe Winterwetter im Januar und Februar hat das Wachstum der Kulturen entsprechend gebremst. Aktuell ist das Wetter aber sehr schön, sodass wir vorerst davon ausgehen, dass die Erntemengen annähernd auf Vorjahresniveau liegen werden. Währenddessen liegen die Einstiegspreise um rund 10 Prozent über dem Vorjahresniveau, wobei diese nun entsprechend der steigenden Angebotsmengen wieder nach unten tendieren", berichtet Christian Drechsler, Gemüsegärtner in Nürnberg und Mitglied der Franken-Gemüse eG.

© Drechsler Gartenbau
Einblick ins Gurkenglashaus. Die bisherigen Qualitäten seien durchweg gut gewesen.

Drechsler führt das gleichnamige Familienunternehmen mit Standorten in Nürnberg und Abenberg inzwischen in fünfter Generation. Seit gut einem Vierteljahrhundert widmet sich die Gärtnerfamilie dem Anbau von Fruchtgemüse im Glashaus. Tomaten machen mit etwa fünf Hektar den größten Anteil der Anbaukapazitäten aus, gefolgt von Gurken (2ha) und Auberginen (1ha). "Neben den marktüblichen Salatgurken erzeugen wir ebenfalls Minigurken. Bei letzterer Kultur haben wir die Anbaukapazitäten indessen von 0,2 auf rund 0,5 Hektar ausgeweitet, da es bei Salatgurken erfahrungsgemäß schwieriger ist die hohen Lohnkosten im Marktpreis auszugleichen. Hier stehen wir in direktem Wettbewerb mit Importware aus Niedriglohnländern." Ab KW 12 wird der Betrieb voraussichtlich erste Aktionen im LEH bestücken.

© Drechsler Gartenbau
Gurken werden als klassische Hochdrahtkultur in drei Sätzen erzeugt. Letzte Ware wird in der Regel in der zweiten Oktoberhälfte geerntet. Zur Beseitigung von Läusen und Wanzen setzt man seit letztem Jahr nicht nur auf Nützlingseinsatz sondern auch auf Insektennetze.

Früher Start der Tomatenernte
In der Tomatenabteilung sind neben Rispen- und Cocktailtomaten ebenfalls Snack- und Cherrytomaten vorzufinden. Erste Tomaten werden in der Regel ab KW 14 geerntet. Drechsler: "Im Gegensatz zu den Gurken setzen wir bei Tomaten ganz bewusst auf einen frühen Saisonauftakt. Aufgrund der frühen Pflanztermine ab Mitte Dezember starten wir in der Regel um 1–2 Wochen früher als die meisten Kollegen im Knoblauchsland." Auf Vermarktungsebene rechnet der Gärtner vorerst mit einem normalen Saisonauftakt. "Ich sehe die Lage bei den Tomaten recht entspannt: Es gibt zurzeit keine Überhänge sowie durchweg stabile Preise, und wir hoffen, dass sich dies in den kommenden Wochen nicht ändern wird."

Auf lange Sicht zeichnen sich in der Kategorie Tomaten einige interessante Trends ab, führt Drechsler weiter aus. "Wir stellen fest, dass die ausgefallenen Sorten tendenziell an Bedeutung gewinnen, während die klassische Rispentomate etwas verliert. Wir sind hier mit unseren Sonderkulturen wie gelbe Cherrytomaten sowie Snacktomaten in mehreren Farben für die Zukunft gerüstet. Bei letzterem Produkt ist der Ampelmix mit roten, gelben sowie orangenen Tomaten in der 300g-Packung inzwischen bei vielen LEH-Kunden fest gelistet."

© Drechsler Gartenbau
Einblick ins Tomatengewächshaus

Einstieg in den Auberginenanbau
Im Jahr 2017 erwarb der Gartenbaubetrieb einen zweiten Standort in Abenberg. "Hier haben wir unser Glück in erster Linie im Paprikaanbau versucht. Ein extrem schwaches Vermarktungsjahr hat uns dabei aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, weshalb wir diesen Produktzweig nicht weitergeführt haben. Stattdessen bauen wir seit nun vier Jahren Auberginen an. Hier haben wir uns bewusst für die spätere Pflanzung ab KW 4 entschieden, da es sich um eine licht- und wärmeliebende Kultur handelt." Die regionale Aubergine habe sich inzwischen beim Verbraucher gut etabliert und wird auch entsprechend vom Handel wertgeschätzt. "Hier können wir mit guter Qualität punkten und uns aufgrund der kurzen Transportwege und des längeren Shelflifes von Importware abheben. Trotz des hohen Pflegeaufwands im Anbau haben wir hiermit eine gute Marktnische gefunden."

© Drechsler Gartenbau
Einblick in den Auberginenanbau. Auch hier steht der Ernteauftakt nun bevor. Geerntet wird in der Regel bis Anfang November.

Allgegenwärtige Herausforderungen
Obwohl der Großteil des Ertrags über die Franken-Gemüse eG an den LEH geliefert wird, betreibt die Firma Drechsler nach wie vor einen saisonalen Standverkauf am örtlichen Großmarkt Nürnberg. "Hier bedienen wir ein breites Kundenspektrum in den Bereichen Gastronomie, Facheinzelhandel sowie Großhandel. Der Absatz ist in den vergangenen Jahren überwiegend stabil gewesen." Insgesamt blickt der Gärtnermeister zuversichtlich nach vorn: "Die Zukunft wird für uns Gemüsegärtner zweifelsohne herausfordernd, nicht zuletzt aufgrund der Kostensteigerungen. Wir müssen uns dabei den Gegebenheiten anpassen", heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Christian Drechsler© Drechsler Gartenbau
Drechsler Gartenbau
Almoshofer Hauptstraße 111
90427 Nürnberg
Tel: 0911 37474037
[email protected]
www.drechsler-gartenbau.de

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