Für die süditalienische Genossenschaft Agrifaam ist die Lane Late-Orange mehr als nur eine späte Sorte. Sie ist eine strategische Entscheidung, mit der die Zitrusfrüchte-Saison schön abgeschlossen werden kann.
Maria Malagrinò, Vorsitzende der Genossenschaft, erläutert den Saisonverlauf. "Für uns ist Lane Late viel mehr als nur eine späte Sorte. Es ist die Frucht, die unsere Vision vom Zitrusfrüchteanbau verkörpert: Planung, Respekt vor den natürlichen Rhythmen und auf Vertrauen basierende Handelsbeziehungen."
© AGRIFAAM Soc. Coop. Agr.
Qualität und Größe
Die Anbausaison verlief ausgeglichen, mit einer guten Verteilung der Erträge und einer homogenen Qualität in den Obstanlagen. Auch die Größe entsprach den Anforderungen der Absatzmärkte. "Wir verzeichneten regelmäßige, mittelgroße Kaliber, die in Nordeuropa, wo Aussehen und gleichbleibende Größe entscheidend sind, besonders geschätzt werden."
Geschmacklich schneidet die Frucht gut ab: Sie ist saftig, hat ein gesundes Fruchtfleisch und einen süßen, aber dennoch frischen Geschmack. Das Mikroklima der Ebene von Sibari spielt dabei eine entscheidende Rolle. Laut Malagrinò trägt es zu dem Gleichgewicht zwischen Zucker und Säure bei, genau das, was ausländische Kunden suchen.
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Bio ist keine Nische mehr
Späte Sorten gewinnen auf dem europäischen Markt an Boden, da sie die Verfügbarkeit von Qualitätsorangen am Ende der Saison verlängern. Lane Late zeichnet sich dabei durch seine Haltbarkeit und gute Präsentation auch spät in der Saison aus. "In Märkten wie Frankreich, Dänemark, Deutschland und Österreich ist Bio kein Nischensegment mehr, sondern eine strukturelle Entscheidung", betont Malagrinò. "Der Kunde sucht nach Zertifizierung, einer klaren Herkunft und Konsistenz in der Produktion."
Im Bereich der Verpackung arbeitet die Genossenschaft an nachhaltigeren Lösungen. Das Ziel sind leichtere Verpackungen mit geringeren Auswirkungen auf die Umwelt, eine Richtung, die vom nordeuropäischen Markt stark nachgefragt wird und mit der biologischen Anbaumethode im Einklang steht.
Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben positiv, aber vorsichtig. "Der Markt wird immer selektiver und verlangt Kontinuität", so Malagrinò.
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Die Saison war auch von einigen Wetterereignissen und Überschwemmungen geprägt, die eine sorgfältigere Ernteplanung erforderten. "Wir haben keine nennenswerten strukturellen Schäden erlitten, aber wir haben die Auswahl der Produkte intensiviert, um den Qualitätsstandard zu halten, den der Exportmarkt verlangt."
Nach Lane Late kommt Valencia
Die kommerzielle Planung der Genossenschaft endet nicht mit Lane Late. Die Saison geht weiter mit Valencia-Orangen, mit denen Agrifaam die Lieferkontinuität in der letzten Phase der Zitrusfruchtsaison sicherstellen kann. "Mit Lane Late abzuschließen und mit Valencia fortzufahren bedeutet Kontinuität, Identität und konstante Qualität für unsere Handelspartner."
Weitere Informationen:
AGRIFAAM Soc. Coop. Agr.
C.da Sant'Irene
87064 Corigliano-Rossano (CS), Italien
Tel: +39 0983 524433
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