Der Karottenanbau in Andalusien hat im Jahr 2024/25 stark zugenommen. Im Vergleich zur vorangegangenen Saison war der Ertrag 19 % höher, mit einer geschätzten Gesamtmenge von über 165.000 Tonnen.
Die Provinzen Cádiz und Sevilla machten zusammen 97 % sowohl der Anbaufläche als auch der gesamten andalusischen Produktion aus. Cádiz erzielte fast 115.000 Tonnen, was einem Anstieg von 17,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Sevilla belief sich die Ernte auf etwa 47.000 Tonnen, was einem Wachstum von 33,7 % entspricht. Die frühen Karotten wurden ab Ende August ausgesät.
© Chernetskaya | Dreamstime
Die Saisons wurden durch reichlichere Niederschläge und eine bessere Verfügbarkeit von Bewässerungswasser während des Anbaus begünstigt. Gleichzeitig verursachte dieser Regen im Herbst auch erhebliche Schäden durch Überschwemmungen, insbesondere auf tiefer gelegenen Parzellen im Landesinneren. Trotz dieser schwierigen Bedingungen stieg die Anbaufläche um 8,9 % auf 3.151 Hektar. Damit war es die größte Karottenanbaufläche der letzten fünf Jahre.
Andalusien war 2024/25 für 42 % der spanischen Karottenproduktion und 42,3 % der Anbaufläche verantwortlich. Cádiz war für 28,5 % der spanischen Ernte verantwortlich, gefolgt von Sevilla mit 12,6 %. Neben Andalusien ist auch Kastilien-León mit 39,2 % der Produktion und 40,9 % der Anbaufläche eine wichtige Anbauregion. Kastilien-La Mancha folgt mit 9,6 % der Ernte mit größerem Abstand.
Der durchschnittliche Karottenpreis lag während der Saison bei 0,33 EUR pro Kilo. Das sind 24 % weniger als in der vorangegangenen Saison und 16 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt.
Auch auf der Handelsseite war das Bild gemischt. Die andalusischen Karottenexporte beliefen sich auf etwas mehr als 65.000 Tonnen, was jedoch 37 % weniger als im Vorjahr sind. Frankreich blieb der wichtigste Absatzmarkt und machte 33 % des Exportvolumens aus. Es folgen Deutschland mit 23 % und die Niederlande mit 16 %. Bei den Importen nach Andalusien waren Frankreich und die Niederlande mit 35 % bzw. 34 % die wichtigsten Herkunftsländer.
Quelle: Observatorio de Precios de la Junta de Andalucía