Ähnlich wie im Vorjahr konnten in der KW 8 die ersten niederländischen Kirschtomaten ausgeliefert werden. „Trotz des trüben Wetters ist die aktuelle Nachfrage gut und wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend in den kommenden Wochen weiter fortsetzen wird. Gleiches gilt für die Qualität der bisherigen Erntemengen", berichtet Jeroen Hendrix, Geschäftsführer des in Venlo ansässigen Unternehmens (unten im Bild). „Wir beobachten insgesamt etwas mehr Bewegung auf dem Markt und stellen fest, dass sowohl der LEH als auch der Großhandel etwas früher als sonst von Importprodukten aus Marokko oder Spanien auf niederländische Ware umsteigen. Auch die Wetterkapriolen und entsprechende Qualitätsprobleme im Mittelmeerraum tragen zu einer hohen Nachfrage nach niederländischen Produkten bei."
Seelen arbeitet seit jeher mit dem nahe gelegenen Glashausbetrieb Sweet Lions zusammen, der sich ausschließlich dem Anbau von Kirschtomaten widmet. Auch in diesem Jahr setzt Sweet Lions auf die mittlerweile anerkannte HR-Sorte Cygnary, die sich nicht nur im heimischen Einzelhandel, sondern auch bei Exportkunden steigender Beliebtheit erfreut. In der Regel könne die Tomate bis KW 45 (Ende Oktober/Anfang November) angeboten werden. Hendrix: „Letztes Jahr hatten wir einen zufriedenstellenden Absatz. Es gab einige Phasen mit Überschüssen, insbesondere im Sommer. In der letzten Phase der Saison gab es hingegen eine Verknappung auf dem Markt, weshalb die Preise schnell nach oben tendierten. Die Qualität war nahezu die gesamte Saison über ausgezeichnet."
© Seelen
Rechts:
Im Durchschnitt haben die Kirschtomaten der Sorte Cygnary einen Durchmesser von etwa 25-35 mm. Die gängige Verpackungseinheit im LEH ist nach wie vor 250 g, obwohl in anderen Vertriebskanälen auch 500-g-Verpackungen angeboten werden.
Kurze Transportwege
Trotz steigender Produktionskosten und der wachsenden Konkurrenz aus Niedriglohnländern blickt Hendrix der Zukunft der niederländischen Kirschtomate recht positiv entgegen. „Die aktuellen Umstände zeigen, dass das Wetter im Mittelmeerraum sehr unbeständig ist. Außerdem profitiert die Niederlande von der zentralen Lage und den kurzen Transportwegen zu den wichtigsten Absatzmärkten, die maßgeblich dazu beitragen, dass wir den Lieferterminen und Qualitätsvorgaben stets gerecht werden können. Das sind alles Parameter, die für die niederländische Kirschtomate sprechen und den etwas höheren Marktpreis rechtfertigen. Darüber hinaus hat unser Erzeuger Sweet Lions in den vergangenen Jahren in nachhaltige Anbautechnik investiert, wobei auch die langfristige Perspektive und die Wünsche unserer Kunden berücksichtigt wurden."
© Seelen/Sweet Lions
Holländische Cherrytomaten in der 250g-Schale.
„Für viele LEH-Lieferanten, die wir beliefern, gelten Cherrytomaten in erster Linie als Nebenprodukt und nicht als Massenware wie Gurken oder Strauchtomaten. Hier setzt man ganz bewusst auf ein Rundum-Sorglospaket und Zuverlässigkeit. Gleiches gilt aber für die Vermarktung: Auch für viele Verbraucher ist die Kirschtomate seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Warenkorbs, die zu einem angemessenen Preis erhältlich ist. Ich glaube nicht, dass sich dies in den kommenden Jahren ändern wird", schlussfolgert Hendrix.
Weitere Informationen:
Jeroen Hendrix
Tel. +31 (0)77-3873250
E-mail: [email protected]
www.seelen.nl
https://sweetlions.nl/