Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet

Sie haben eine Software (Adblocker) installiert, der unsere Werbung blockiert.

Da wir die Nachrichten kostenlos zur Verfügung stellen, sind wir auf die Einnahmen aus unseren Werbebannern angewiesen. Bitte deaktivieren Sie daher Ihren Adblocker und laden Sie die Seite neu, um diese Seite weiter zu nutzen.

Klicken Sie hier für eine Anleitung zum Deaktivieren Ihres Adblockers.

Sign up for our daily Newsletter and stay up to date with all the latest news!

Abonnieren I am already a subscriber
App icon
FreshPublishers
In der App öffnen
ÖFFNEN
AMI-Experten Ursula Schockemöhle zum Apfelmarkt:

"Rekordlagermenge in Deutschland stellt ziemliche Herausforderung an die Vermarktung dar"

Der Apfelmarkt steckt weiterhin in der Krise: Zwischen 2021 und 2025 seien die Produktionskosten je 100kg aufgrund von Mindestlohnerhöhung und Ähnlichem um über 22 Prozent gestiegen. In der diesjährigen Saison kam speziell in Deutschland die unterschätzte Ernte sowie der im Herbst nicht ausreichend angesprungene Konsum hinzu, schilderte Ursula Schockemöhle, Kernobst-Expertin beim Marktforschungsinstitut AMI, in ihrem Vortrag während der Fruchtwelt Bodensee.

Die Apfelernte fiel letztendlich um rund 14 Prozent höher aus als zum Ernteauftakt im August erwartet. Speziell im Alten Land wurde die Ernteprognose stark übertroffen, während im Bodenseegebiet ähnliche Mengen wie im Vorjahr geerntet wurden. "Äpfel wurden derweil im LEH wenig beworben, stattdessen standen bis weit in den Spätherbst hinein Trauben, Steinobst aus dem Mittelmeer und natürlich Heidelbeeren und Avocados oft in der Werbung zu aus Verbrauchersicht attraktiven Preisen. Darüber hinaus ändert sich die Nachfrage, indem mehr 1 kg-Foodtainer angeboten werden und alles über zwei Kilo auf wenig Resonanz im Konsum stößt", skizziert Schockemöhle und verweist auf das relativ niedrige Preisniveau.

© AMI
Ursula Schockemöhle während ihres Referats auf der diesjährigen Fruchtwelt Bodensee in Friedrichshafen.

Sinkender Apfelkonsum in Deutschland
Im vergangenen Jahr legte der Obstkonsum in Deutschland leicht zu, während die Nachfragemengen an Äpfeln hingegen um 4 Prozent sanken. Der gesamte Konsum und damit der Marktanteil von Äpfeln sei in den vergangenen vier Jahren stark zurückgegangen zugunsten anderer Obstarten, allen voran Beeren. Diese Tendenz bezieht sich laut AMI-Zahlen auf den gesamten LEH, ob Vollsortimenter oder Discounter. Positiv sei hingegen die Bilanz im Wochenmarkt- und Facheinzelhandel. Speziell bei der jüngeren Käuferschicht scheint der Apfel tendenziell weniger Beachtung zu finden. Positive Ausnahme seien jedoch die Clubäpfel - allen voran Pink Lady - die in den vergangenen fünf Jahren stark zulegten. Dies sei unter anderem den attraktiven Verpackungseinheiten (vorwiegend 1kg) zu verdanken.

© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
Manuela Heinrich (Obst vom Bodensee Marketing GmbH) und AMI-Referentin Ursula Schockemöhle am Ende des ersten Messetages.

Export außerhalb Europas
Der Apfelmarkt Deutschlands wird nach Angaben von Schockemöhle durch eine hohe Eigenversorgung und geringe Importmengen geprägt. Die heutigen Marktbedingungen zwingen die Vermarkter, nach alternativen Märkten zu suchen. "In der laufenden Saison schaffen die Ernteausfälle in der Türkei und die sich daraus ergebenden Exportmöglichkeiten auf Drittmärkte etwas Luft. Zu den interessanten Exportmärkten zählen vor allem Indien, die arabischen Länder und Nordafrika. Nichtsdestotrotz stand Anfang Februar eine Rekordlagermenge in Deutschland zur Verfügung, das ist noch eine ziemliche Herausforderung an die Vermarktung", schlussfolgert Schockemöhle.

Weitere Informationen:
Ursula Schockemöhle
[email protected]
www.ami-informiert.de

Verwandte Artikel → See More