Der Absatz von Speisekartoffeln bleibt weiterhin enttäuschend, die Speisenotierungen verharren auf unverändertem Niveau. Gleichzeitig nehmen die Qualitäten zunehmend ab. Besonders Silberschorf sowie steigender Lagerdruck bereiten Probleme. Gute Qualität ist derzeit der einzige Schlüssel zum Markt, denn Partien mit abweichender oder schwächerer Qualität finden aktuell keine Käufer. Der Export in Richtung Osteuropa bleibt sehr schwach. Die Ausfuhren nach Afrika zeigen sich auf sehr niedrigem Preisniveau leicht belebt, allerdings liegen die Transportkosten zu den Seehäfen oftmals über dem Warenwert. In Südeuropa sowie in Teilen Frankreichs behindern starke Niederschläge die Auspflanzung der Frühkartoffeln. Importeure aus Israel und Ägypten hoffen daher auf einen frühzeitigen Markteinstieg, auch vor dem Hintergrund, dass Ostern in diesem Jahr sehr früh liegt.
Speisezwiebeln: Qualität bestimmt den Markt
Am Markt für Speisezwiebeln werden im Export weiterhin ausschließlich grobe Zwiebeln in Top-Qualität nachgefragt. Ein deutlicher Exportüberschuss im ersten Vermarktungshalbjahr steht einer insgesamt großen Ernte gegenüber. Kontraktware fließt planmäßig ab. Der Angebotsdruck bei minderwertigen Qualitäten bleibt bestehen. Probleme mit Bakterienfäule, Fusarium sowie verstärkter Keimung begleiten den Markt weiterhin. Der Export nach Osteuropa verläuft schwach und bewegt sich preislich am unteren Ende der Skala. Der Absatz in Richtung Lebensmitteleinzelhandel zeigt sich zufriedenstellend, wenngleich das Angebot insgesamt reichlich ist.
Quelle: Weuthen