"Die Hauptaufgabe von Frutas de Chile besteht darin, den Exporteuren dabei zu helfen, den Exportprozess so einfach und reibungslos wie möglich zu gestalten, damit wir das Obst in bestmöglicher Qualität und bestmöglichem Zustand liefern können", erklärte der Präsident Iván Marambio. Diese Arbeit gliedert sich in zehn strategische Schwerpunkte, wobei der Fokus auf Pflanzengesundheit, Logistik, Wasser- und Hafeninfrastruktur sowie Marktöffnung und -verteidigung liegt.
Die Logistik stand auch in dieser Saison wieder im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. "Für uns ist es aufgrund der großen Entfernung unseres Landes und der leicht verderblichen Natur von Obst von grundlegender Bedeutung, dass die Logistik erstklassig ist", betonte er.
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Die Transportzeiten nach Europa überschritten jedoch die vereinbarten Fristen. "Sie waren lang, sie lagen außerhalb der vereinbarten Fristen", erklärte er und führte aus, dass einige Lieferungen statt der vorgesehenen 20 Tage fast 30 Tage dauerten. Im Fall der Kirschen nach China dauerten Expresslieferungen, die 21 bis 23 Tage dauern sollten, bis zu 26 Tage. Laut Marambio handelt es sich um ein strukturelles Phänomen der globalen Logistik, das durch Störungen auf strategischen Routen wie den interozeanischen Kanälen (z. B. dem Suez- und dem Panamakanal) beeinflusst wird.
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In Bezug auf die Diversifizierung entwickelt sich Indien zu einem vorrangigen Markt. Chile und das asiatische Land verhandeln über ein CEPA-Abkommen, das eine Senkung der Zölle, insbesondere für Äpfel und Kiwis, ermöglichen würde. "Wir hoffen, dass dies ein entscheidender Beitrag zum Wachstum sein wird", erklärte er.
Derzeit ist Indien mit rund 50.000 exportierten Tonnen der viertgrößte Markt in Asien und der achtgrößte weltweit für chilenisches Obst. Mit dem neuen Abkommen soll dieses Volumen auf 100.000 Tonnen verdoppelt werden. "Wir hoffen, dass es zu einem neuen Brasilien wird", erklärte er.
Gerade Brasilien hat sich als drittgrößter Markt weltweit für Chile etabliert, mit einem Landtransport von etwa acht Tagen und Nullzöllen.
Neben Indien ist Frutas de Chile auch in Korea, Vietnam, Indonesien und Nordafrika, insbesondere in Marokko, tätig und konzentriert sich dabei auf spezifische Marktöffnungen für bestimmte Obstsorten, wie Pflaumen in Korea oder Heidelbeeren auf den Philippinen.
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"Die größte Herausforderung sind die phytosanitären Abkommen", erklärte Marambio. Die Öffnung der Märkte erfordert technische Verhandlungen zwischen den Gesundheitsbehörden, offizielle Besuche und spezifische Protokolle für jede Obstsorte.
In den Vereinigten Staaten bestehen hingegen weiterhin zwei Probleme: der Zollsatz von 10 %, der wichtige Produkte wie Trauben und Heidelbeeren betrifft, und die Aussetzung des Systems Approach für Trauben, die derzeit vor Gericht verhandelt wird.
"In diesem Szenario kombiniert die chilenische Strategie Handelsdiplomatie, technisches Management und gezielte Werbung mit dem Ziel, unsere Position in den wichtigsten Märkten zu behaupten und unsere Präsenz in aufstrebenden Märkten auszubauen", fasst er zusammen.
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Iván Marambio
Frutas de Chile
Tel.: +56 9 9991 5564
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