Die peruanische Avocado-Saison ist besser ausgeklungen, als viele gedacht hatten, sagt Yoselyn Malamud, CEO der Viru Group. Aufgrund des größeren Angebots gab es im Vorfeld viel Spannung. Dennoch konnte der Weltmarkt dieses Volumen ohne große Preisrückgänge aufnehmen. "Alle dachten, der Markt würde aufgrund der Mengen aus Peru zusammenbrechen, aber das ist nie passiert", sagt sie.
Laut Malamud gab es zwar tatsächlich mehr Obst, aber es wurde auch über mehr Wochen hinweg verschifft. Dadurch kam das Angebot gleichmäßiger auf den Markt. "In Europa stieg der Verbrauch weiter an und die Erträge waren höher, als wir zunächst erwartet hatten. 2024 war ein Ausnahmejahr, aber 2025 blieben die Preise stabil", sagt die CEO dieser peruanischen Gruppe.
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Die nächste peruanische Saison beginnt in einer Situation, die sich als günstig erweisen könnte. "In Spanien ist die Ernte im Verzug und Marokko hat weniger Volumen. Dadurch ist das Angebot in Europa begrenzt und die Preise sind hoch: derzeit etwa 13-14 EUR pro Karton", erklärt Malamud. "Peru kommt also auf einen Markt mit wenig Avocados, und das ist positiv."
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Die Ernte kommt Ende März richtig in Gang. Die offizielle Volumenzählung steht noch aus. Vorläufige Schätzungen gehen von einem Wachstum von 5 % bis 7 % aus, aber Malamud bleibt vorsichtig: "Es ist viel zu früh, um eine Zahl zu nennen. Wir müssen den April abwarten und sehen, wie sich das Wetter entwickelt."
Ein möglicherweise leichter El Niño könnte dabei eine Rolle spielen. Höhere Temperaturen und Regen im Norden – insbesondere in Gebieten wie Olmos – können die Größe und Qualität beeinflussen. "Vielleicht wird das Volumen ähnlich wie im letzten Jahr sein", sagt sie.
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Die Viru Group exportierte 2025 etwa 32.000 Tonnen Avocados, etwa genauso viel wie im Jahr zuvor. Für 2026 erwarten sie ein leichtes Wachstum durch Neuanpflanzungen in Paramonga.
Europa und die Vereinigten Staaten bleiben die wichtigsten Absatzmärkte, aber Asien gewinnt zunehmend an Bedeutung. "China hat viel Potenzial und wächst, verlangt aber kleinere Größen und ein perfektes Aussehen", sagt Malamud. Die Wahl des Marktes hängt also auch von der Größenverteilung pro Saison ab.
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Für 2026 sieht sie mehr Zuversicht als im letzten Jahr. "Niemand hat mehr Angst vor den Mengen. Im Gegenteil: Alle erstellen rechtzeitig einen Plan", sagt sie. Die CEO schließt mit einem Appell an die Branche: "Wir müssen zusammenarbeiten und planen. Mit Werbeaktionen und Programmen können wir den Konsum weiter ankurbeln und gleichzeitig immer die beste Qualität garantieren."
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Yoselyn Malamud
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Peru
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