Bei Goertz Asperges im niederländischen Maria Hoop laufen die Vorbereitungen für die Spargelsaison auf Hochtouren. "Wir haben jetzt zwei Drittel unserer Anbaufläche mit schwarzer Folie abgedeckt. Um den 20. März herum erwarten wir die erste Spargelernte. Der Rest der Anbaufläche folgt später in der Saison für die Ernte im April", erzählt Franc Goertz, der seit 1987 Spargel auf den Sandböden Limburgs anbaut.
© Goertz Asperges
Neuer Sortierstandort für Spargel im Bau
© Goertz AspergesEntgegen dem Trend hat er sich entschieden, die Spargelanbaufläche in diesem Jahr wieder zu vergrößern. "Voriges Jahr haben wir das nicht getan, aber wir werden jetzt doch aufholen. Wir müssen schließlich dafür sorgen, dass wir genug Produkte für die Supermärkte und andere Kunden übrig haben", sagt der Erzeuger. Er erwartet für diese Saison eine recht gute Ernte. "Im vergangenen Jahr war die Produktion gering, aber der letzte Sommer war recht gut. Wir sehen jedoch, dass sich viele Parzellen noch nicht von den Überschwemmungen vor zwei Jahren erholt haben."
"In den Niederlanden ist es nicht einfach, eine ausreichende Anbaufläche zu halten. Viele kleine Erzeuger geben auf und die größeren Erzeuger expandieren nicht mehr so stark, sodass die Gesamtanbaufläche leicht zurückgeht. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einige Erzeuger verfügen nicht über ausreichend frischen Boden. Außerdem ist es nicht für jeden einfach, genügend Personal zu finden, und es gibt eine Gruppe älterer Erzeuger, die keinen Nachfolger haben", fährt Franc fort.

Süßkartoffeln
Auch beim Anbau von Süßkartoffeln expandiert Goertz in diesem Jahr erneut. "Wir liefern derzeit die letzten Süßkartoffeln der Saison aus, möchten aber langfristig zu einer ganzjährigen Produktion übergehen. Wir sehen eine ausreichende Nachfrage seitens der Supermärkte, aber auch seitens des Einzelhandels und der Hofläden. Die Nachfrage steigt jedes Jahr leicht an. Nächstes Jahr hoffen wir, bis Juli liefern zu können."
Während Goertz die Süßkartoffeln zunächst in zwei Reihen auf einem Beet anbaute, werden die Pflanzen heute auf einem kleinen Kartoffelrücken gezogen. "Wir glauben, dass sich die Pflanzen schneller erwärmen und einen höheren Ertrag liefern", so Franc. "Die Qualität der niederländischen Süßkartoffeln verbessert sich von Jahr zu Jahr. Das muss auch so sein, denn ich möchte das Produkt mit dem amerikanischen vergleichen können, das doch das beste auf dem Markt ist."

Franc mit seiner Familie
Für die dritte Kultur von Goertz, die Blaubeeren, hat er keine Expansionspläne. "Wir behalten unsere Anbaufläche bei, erweitern sie aber nicht. Die Ernte und der Preis der Blaubeeren waren vergangenes Jahr gut, aber es ist und bleibt eine schwierige Kultur, weil sie so transportfähig ist. Man kann Blaubeeren über weite Strecken transportieren, und das ist im Ausland nun einmal billiger. Unser Hauptgeschäft bleibt also unser Spargel, die Süßkartoffeln sind ein schönes Produkt, das sich nebenbei entwickelt, und die Blaubeeren halten wir stabil."
Weitere Informationen:
Franc Goertz
Goertz Asperges BV
Veestraat 20
6105 AB Maria Hoop, Niederlande
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www.goertzasperges.nl