Der Zitrusmarkt bereitet sich auf einen spannenden Übergang von der nördlichen zur südlichen Hemisphäre in den kommenden Monaten vor. "Es ist klar, dass die spanischen und marokkanischen Erzeuger seit Wochen stark vom schlechten Wetter betroffen sind, was zu erheblichen Schäden an den Ernten geführt hat", sagt Andres Ribas von FruitOne Europe. "Während sie bereits mit einer geringeren Zitrusproduktion gerechnet hatten, werden diese Regenfälle sicherlich auch die Haltbarkeit der späten Mandarinen (Tango & Nadorcott) und späten Orangen (Powell Navels & Valencia Lates) beeinträchtigen."
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"Aufgrund der Wetterbedingungen wird sich die erwartete Verknappung des Zitronenangebots noch weiter verschärfen. In Spanien sind die Einkaufspreise für die späte Sorte Verna derzeit extrem hoch, was sich natürlich auch in höheren Marktpreisen niederschlagen wird. Auch die Türkei hat aufgrund einer sehr schlechten Fruchtbildung viel weniger Zitronen für den Export. In Ägypten sind die Preise für Zitronen aufgrund der weltweiten Nachfrage, insbesondere aus Russland, dem Nahen Osten und Fernost, sowie aufgrund der Tatsache, dass die Märkte allmählich leergeräumt sind, bereits in die Höhe geschossen", fährt Ribas fort. "Andererseits sehen wir, dass der Wechselkurs derzeit für israelische Grapefruit-Exporte ungünstig ist, während die Türkei ebenfalls deutlich geringere Grapefruit-Exporte verzeichnet und Spanien von höheren Verkaufsmengen und Preisen in Europa profitiert."
In Südafrika hat FruitOne zusammen mit Grapefruits, Tango-Mandarinen und Valencia-Orangen einen bedeutenden Anteil an der frühen Produktion von Zitronen aus dem Lowveld in Limpopo, die als erste in größeren Mengen geerntet werden. "Weniger als die Hälfte der dortigen Erzeuger sind aufgrund des Risikos der Zitrusfleckenkrankheit für den Export nach Europa zertifiziert", fährt Andres fort. "Nach der Berliner Messe sehen wir eindeutig hohe Preisvorstellungen in Südafrika, zumindest für März, April und Juni."
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Neben Zitrusfrüchten vertreibt FruitOne Europe seit Jahren Premium-Trauben aus der peruanischen Region Ica. "Wir verpacken Spitzenprodukte von einigen der besten Erzeuger unter unserer eigenen Boutique-Marke für hochwertige europäische Vertriebskanäle, und sie werden von Fachleuten gut angenommen. Derzeit beobachten wir einen starken Lageraufbau bei südafrikanischen Trauben, allerdings wird dieses Angebot durch logistische Probleme beeinträchtigt, was zu einer kürzeren Haltbarkeit und oft auch zu erheblichen Qualitätsproblemen führt. Jetzt ist Indien an der Reihe, große Mengen nach Europa zu liefern. Auch dort werden nach und nach gute Sorten angebaut, allerdings machen sie noch immer nur einen kleinen Prozentsatz des gesamten Exportvolumens aus", schließt Andres.
© Izak Heijboer | FreshPlaza.deWeitere Informationen:
Andres Ribas van Oosterom
FruitOne Europe
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www.fruitone-europe.com