© Gartenfrisch Jung
In den vergangenen Wochen kam es zu Starkregen und Überschwemmungen in großen Teilen Südeuropas. Besonders die iberische Halbinsel, darunter die portugiesische Küste, wurde hart getroffen. "Auch in unserem dortigen Vertragsanbau ist es sehr nass. Laut Wettervorhersage soll es aber bald eine Besserung geben", berichtet Daniel Jung, der beim Familienunternehmen GARTENFRISCH Jung GmbH den Bereich Anbau verantwortet.
© Gartenfrisch Jung
Nasse Feldbedingungen in Portugal.
Seit 2009 verfügt das Unternehmen, Teil der Kramer Gruppe, über eigene Anbaukapazitäten, ca. 60 km östlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Auf mittlerweile rund 600 ha werden primär Salate (etwa Radicchio, Zuckerhut, Endivien und Frisée), Karotten, Blumenkohl sowie Zuckermais angebaut, die vorwiegend in der eigenen Freshcut-Produktion in Jagsthausen zu verschiedensten Convenience-Erzeugnissen veredelt werden. Auch wenn sich die Schäden im Vergleich zu Berufskollegen noch in Grenzen halten, sei die momentane Lage nach Angaben Jungs extrem herausfordernd. "Bei den Salatkulturen mussten wir die Pflanztermine verschieben, da die Felder schlichtweg unbegehbar waren. Zum Glück hatten wir entsprechend vorgesorgt und haben unsere Lager beim Radicchio gut gefüllt, sodass wir bislang von Engpässen verschont geblieben sind. Bei Möhren wurde hingegen ein Satz nahezu komplett zerstört. Insofern mussten wir bereits Ertragsverluste hinnehmen."
© Gartenfrisch Jung
Kostensteigerungen und geringere Ernteleistung
Je nach Witterung stehen der GARTENFRISCH Jung GmbH zwischen November und Mai Importsalate aus eigenem Anbau in Zentralportugal zur Verfügung. Möhren werden hauptsächlich zwischen Ende März und Mitte Juni bezogen. Zuckermais bildet den dritten und letzten Produktzweig und wird von Ende Mai bis in den Spätsommer mit Herkunft Portugal hauptsächlich auf der iberischen Halbinsel angeboten. Die Aussaat des Zuckermaises erfolgt in der KW 8. Neben den allgegenwärtigen Kostensteigerungen, die auch den portugiesischen Gemüsebau treffen, führen die aktuellen Niederschläge auch zu einer geringeren Ernteleistung, führt Jung weiter aus.
© Gartenfrisch Jung
Flächenausweitung bei hochmechanisierten Kulturen
Um den hohen Lohnkosten einigermaßen gegenzusteuern, hat die GARTENFRISCH Jung GmbH stark in hochmechanisierte Gemüsekulturen investiert. Als Folge dessen wird die personalintensive Lauchproduktion dieses Jahr auslaufen zugunsten einer Flächenausweitung bei Möhren sowie Zuckermais. Diese Tendenz wird sich voraussichtlich auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen, heißt es abschließend.
Weitere Informationen:
Daniel Jung
Jung Agrar GmbH
Hermann-Jung-Straße 2
74249 Jagsthausen
Telefon: +49 7943 893 281
E-Mail: [email protected]
https://www.jung-kramer.de/