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Germán Vergara von ProChile:

"Die Deutschen denken sehr langfristig"

Deutschland bleibt einer der strategisch wichtigsten Märkte für chilenische Agrar- und Lebensmittelprodukte in Europa. Vom ProChile-Büro in Berlin aus erklärt Germán Vergara, dass die zentrale Aufgabe darin besteht, "das chilenische Angebot zu bewerben und Exporteure mit Importeuren, Händlern und Einzelhändlern zu verbinden, also im Grunde mit der gesamten Lieferkette".

Die Begleitung umfasst Marktinformationen, die Beobachtung der Rechtslage und die Teilnahme an internationalen Messen, ein wichtiges Instrument in einem Land, in dem einige der wichtigsten Branchenveranstaltungen Europas stattfinden. "80 % bis 90 % der Anfragen eines Obstexporteurs bestehen darin, ihn mit einem Importeur ins Gespräch zu bringen", sagt er.

© ProChile

Die Zahlen bestätigen die Bedeutung des Marktes. Im Jahr 2025 erreichten die gesamten chilenischen Exporte nach Deutschland einen Wert von 1,689 Milliarden US-Dollar FOB, gegenüber 1,126 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024. Ohne Kupfer und Lithium beliefen sich die Lieferungen auf 659 Millionen US-Dollar, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den 453 Millionen US-Dollar des Vorjahres darstellt.

Der bilaterale Handel erreichte 2025 einen Wert von 4,466 Milliarden US-Dollar, während die Handelsbilanz für Chile mit -1,807 Milliarden US-Dollar negativ blieb.

In der Aufschlüsselung nach Makrosektoren (ohne Kupfer und Lithium) liegt der Agrarsektor mit 441 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 weit vorn und macht 67 % der Gesamtexporte in dieser Kategorie aus.

Im Bereich Frischobst wird Deutschland als reifer und hochprofessioneller Markt beschrieben. "Die Deutschen denken sehr langfristig und legen Wert auf den Aufbau von Beziehungen. Oft bleiben sie trotz attraktiverer Angebote bei ihrem bisherigen Lieferanten", sagt Vergara. "Wenn man die Qualität und die Lieferungen einhält, sind sie dabei."

© ProChile

Zu den wichtigsten chilenischen Produkten zählen Äpfel – die den Umsatz anführen –, Tafeltrauben, Heidelbeeren, Avocados und Zitrusfrüchte. Bei den Trockenfrüchten haben Haselnüsse und Walnüsse einen bedeutenden Anteil am deutschen Markt.

Die Dynamik spiegelt sich auch in der Zahl der Exportunternehmen wider. Im Jahr 2025 exportierten 565 chilenische Unternehmen nach Deutschland, gegenüber 551 im Jahr 2024. Der Agrarsektor umfasste 240 Unternehmen.

Der deutsche Markt, warnt Vergara, erhöht ständig seine Standards. "Früher war Nachhaltigkeit ein Mehrwert, heute ist sie fast schon eine Grundvoraussetzung", sagt er und verweist dabei auf die strengeren Anforderungen in Bezug auf Pestizide, CO2-Bilanz und Wasserverbrauch im Rahmen der europäischen Rechtsvorschriften.

Darüber hinaus gibt es eine steigende Nachfrage nach Bio-Produkten, insbesondere nach Bio-Zitronen, wobei er einräumt, dass das Angebot aus Chile noch begrenzt ist. Der deutsche Verbraucher ist "sehr anspruchsvoll und gut informiert" und bevorzugt gesunde Produkte, praktische Formate und verzehrfertige Darreichungsformen.

Für diejenigen, die in diesen Markt eintreten oder expandieren möchten, ist die Botschaft klar: "Zunächst muss man wissen, was der Zielmarkt ist, welche Vorschriften gelten und ob man das richtige Produkt hat. Marktkenntnisse sind für den Erfolg jedes Exports von grundlegender Bedeutung."

© ProChile

ProChile bietet Unternehmen mit Exportpotenzial kostenlose Unterstützung, von der ersten Registrierung bis zur Bewerbung für internationale Messen. Das Ziel, so Vergara abschließend, ist es, "einen erfolgreichen Markteintritt zu ermöglichen", in einem wettbewerbsintensiven, aber stabilen Umfeld für diejenigen, die sich etablieren können.

Weitere Informationen:
Germán Vergara
ProChile in Berlin
[email protected]
www.prochile.gob.cl

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