Im vergangenen Jahr feierte das niederländische Unternehmen Green Organics sein 25. Jubiläum auf dem Markt für Bio-Frischprodukte. Gründer Jan Groen und Senior Account Manager Robbert Blok sehen diesen Meilenstein als Bestätigung dafür, dass der Erfolg des Bio-Sektors nicht nur mit Wohlfühlgeschichten zu tun hat, sondern auch mit Visionen, Entscheidungen und einer straff organisierten Lieferkette. "Es geht nicht um Marktanteile oder rosige Ideale, sondern um klare, festgelegte Vereinbarungen, auch in Bezug auf Risiken", sagt Jan.
© Green Organics
Beide Männer verfügen über jahrzehntelange Erfahrung im Obst- und Gemüsehandel und haben den drastischen Wandel der Branche miterlebt. "Es ist viel direkter geworden", erklärt Jan. Robbert fügt hinzu: "Früher verkauften hauptsächlich Gemüsehändler Bio-Produkte, heute geht es um große Mengen, gleichbleibende Qualität und langfristige Beziehungen zu Einzelhändlern."
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Ihrer Meinung nach erfordert Professionalisierung Engagement und harte Arbeit. "Rund um die Uhr mit einem serviceorientierten Ansatz zu arbeiten, klingt einfach, erfordert aber maximale Konzentration. Manchmal fühlt es sich an wie die Champions League", gibt Jan zu.
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Fokus und Spezialisierung
Green Organics arbeitet bewusst in einer bestimmten Nische: Bio-Feldgemüse. "Bio ist bereits eine Nische, und wir haben uns entschieden, uns innerhalb dieser Nische zu spezialisieren. Wir machen nicht alles für alle", sagt Robbert. Dieser Fokus sorgt für fundiertes Wissen und Zuverlässigkeit.
Persönliche Beziehungen sind entscheidend. "Wenn unser Name auf der Verpackung steht, muss alles stimmen", sagt der Gründer. Das Unternehmen entscheidet sich daher für strategische Allianzen, anstatt alles selbst zu machen. "Man muss intelligent zusammenarbeiten, um die Produkte erschwinglich zu halten", erklärt Robbert.
Intelligenter Kettenansatz
Green Organics arbeitet mit einem ausgewählten Netzwerk von Erzeugern, Verarbeitern und Logistikpartnern in einem privaten Kooperationsmodell zusammen. Die Produkte eines einzelnen Erzeugers werden über mehrere Vertriebskanäle (frisch, industriell und tiefgekühlt) vertrieben, um eine optimale Nutzung der Ernte zu gewährleisten. "Mit Transparenz und guter Planung finden wir fast immer eine Lösung", betont Jan.
Dieser Ansatz reduziert auch die Lebensmittelverschwendung. "Wir verkaufen unsere Ernte oft schon, bevor wir überhaupt mit der Aussaat beginnen. Das verhindert spätere Probleme." Initiativen wie No Waste Army sind von unschätzbarem Wert, aber laut Jan sind sie unnötig, wenn man im Voraus die richtigen Vereinbarungen trifft.
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Menschen und Weitsicht
Green Organics vereint erfahrene und junge Mitarbeitende. "Junge Menschen bringen neue Technologien und Erkenntnisse mit. Darin investieren wir bewusst", sagt Jan. Hier sind Schulung und Weiterbildung von entscheidender Bedeutung.
Mit Blick auf das Jahr 2030 erwartet Jan noch mehr Nachhaltigkeit und einen Anstieg der Vorverkäufe in der Kette. "Kooperative Allianzen werden zur Norm werden." Robbert sieht nach wie vor Wachstumspotenzial für den ökologischen Landbau in den Niederlanden, auch wenn die Kosten und der Preisdruck weiterhin eine Herausforderung darstellen.
Was ist das Wesentliche von 25 Jahren Green Organics? Partnerschaften. "Es ist das Zusammenspiel aller Beteiligten, das den Erfolg ausmacht. Der ökologische Landbau ist eine Herausforderung, aber mit den richtigen Partnern funktioniert es. Für Erzeuger, Kunden und den Planeten", fasst Jan zusammen.
Weitere Informationen:
Green Organics
De Kromme Rijn 1
8253 RG Dronten
Tel.: +31 (0) 321 385340
[email protected]
www.greenorganics.nl