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REO entwickelt hydroponischen Lauch und alternative Segmente

"Nach Rekordernten und rückläufigen Preisen treibt das Winterwetter die Preise für Wintergemüse in die Höhe"

Remie Dewitte, kaufmännischer Direktor der belgischen Genossenschaft REO, sagt, dass 2025 ein schwieriges Jahr für Wintergemüse war. "Angebot und Nachfrage waren unausgewogen", sagt er. In Belgien und ganz Europa waren die Produktionsmengen hoch, während die Nachfrage hinterherhinkte. Ein milder Herbst drückte den Verbrauch, was zu schwierigen Preisgestaltungen führte. "Als die Temperaturen Anfang Januar sanken, stiegen Nachfrage und Preise sofort an."

© REO

Belgische Endivie stark betroffen
Belgische Endivie ist ein Paradebeispiel dafür. "Im letzten Jahr wurde 20 % mehr Volumen angeboten als 2024, während der Umsatz um etwa 50 % niedriger war", sagt Remie. Dieses Produkt fiel somit vom dritten auf den sechsten Platz in der REO-Umsatzrangliste zurück. "Das ist schrecklich für unsere Erzeuger. Sie haben professionelle Arbeit geleistet, wurden aber nicht angemessen entlohnt."

REO führt daher eine neue Strategie ein, die sich stärker auf Premium-Märkte und Qualität konzentriert. "Wir differenzieren uns stärker durch die Verpackung und konzentrieren uns mehr auf Nischen- und Exportmärkte", erklärt Remie. Neben der klassischen 5-kg-EPS-Verpackung hat die Genossenschaft beispielsweise eine neue Deckelbox eingeführt.

Lauch: neue Segmente und Labels
Auch ihre Lauchstrategie haben sie angepasst. Neben sortiertem Lauch bietet REO nun auch unsortiertes Produkt in Holzkisten an und hat das Premium-Label REO Sublime eingeführt. Die Genossenschaft reagiert damit auch auf die zunehmenden Thrips-Schäden aufgrund von Einschränkungen bei Pflanzenschutzmitteln. "Leicht thripsgeschädigten Lauch verkaufen wir über ‚Vivo by REO'. Dafür scheint es einen Markt zu geben." Auch Innovationen spielen eine Rolle. REO versucht, Lauch hydroponisch anzubauen. Dieser soll schließlich in Zusammenarbeit mit einem Einzelhändler unter der Marke REO Nova vermarktet werden.

© REO

Bio, Rosenkohl und vergessene Gemüsesorten
Genau wie der konventionelle Markt hatte auch der Bio-Markt mit einem Überangebot und zurückhaltenden Verbrauchern zu kämpfen. Die Genossenschaft bleibt jedoch zuversichtlich. "Wir sind einer der führenden Anbieter von Bio-Pilzen", betont Remie, fügt jedoch hinzu, dass die Menschen konventionelle Produkte zunehmend als nachhaltig und gesund empfinden.

Ungewöhnlicherweise erlebt Rosenkohl bei REO eine Renaissance. "Er verliert sein altmodisches Image." Unter der Marke Reo Terra vermarktet die Genossenschaft handverlesenen Rosenkohl und kochfertige Sorten. Das entspricht der Nachfrage nach Convenience-Produkten. Auch vergessene Gemüsesorten wie Pastinaken, Schwarzwurzeln und Wurzelpetersilie gewinnen an Beliebtheit. "Es ist ein kleiner, aber interessanter Markt für Erzeuger, die nach Alternativen suchen", sagt Dewitte.

Kosten und Zukunft
Die Erzeuger spüren den Druck steigender Kosten für Arbeitskräfte, Pflanzenmaterial und Ressourcen. "Und die Preise spiegeln diese nicht immer ausreichend wider. Die gesamte Kette muss dafür Verantwortung übernehmen." REO sieht glücklicherweise noch viele junge, ambitionierte Erzeuger. Jong REO vertritt sie auf Vorstandsebene. "Das ist wichtig, denn sie sind die Zukunft. Wir glauben, dass REO den europäischen Markt auch in den nächsten zehn Jahren beliefern kann", schließt Remie.

Weitere Informationen:
REO
Oostnieuwkerksesteenweg 101
8800 Roeselare
Tel.: +32 (0) 51 231 211
[email protected]
www.reo.be

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