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Spanien:

"Reges Interesse an Bio-Karotten in Deutschland"

Der Niederländer Hanno Wonink lebt seit 1997 in der Provinz Cádiz in Spanien. Nach einem Anbauabenteuer mit Schnittblumen, die er zwölf Jahre lang an die Blumenversteigerung in den Niederlanden lieferte, kam er schließlich zum Freilandgemüse. Seit 2005 kümmert er sich um den Einkauf von Karotten für niederländische Händler, und im vergangenen Jahr kam der eigene Blumenkohlanbau hinzu.

© Izak Heijboer | FreshPlaza.de

"Hier im Hinterland von Cádiz hat es enorm viel geregnet, in einem Dorf mehr als 500 mm an einem Tag. Über 6.000 Menschen wurden evakuiert. Außerdem sind viele Felder überschwemmt worden. Auch meine eigene Erntemaschine wurde umgeweht; wir mussten sie mit einem Kranwagen bergen", erzählt Hanno. "Im Allgemeinen werden einige Parzellen ausfallen. Das ist natürlich ärgerlich, denn durch den Verlust einer einzigen Parzelle kann das ganze Jahr ruiniert sein."

Die größte Entwicklung, die Hanno in seinen Jahren in Spanien beobachtet hat, ist die Zunahme ausländischer Einflüsse im Anbau. "Wenn man sich die großen Anbaubetriebe hier in Sevilla ansieht, dann stehen oft niederländische Unternehmen dahinter. Die Spanier selbst ergreifen wenig Initiative und funktionieren oft am besten, wenn ein Ausländer dahintersteht. Ein Phänomen, das man übrigens auch in anderen Ländern beobachten kann."

Seit vorigem Jahr baut Hanno auf einer Fläche von 60 Hektar Blumenkohl an. "Wir nutzen ein großes Lager und beschäftigen ein festes Schneideteam. Nächstes Jahr möchten wir gerne etwas expandieren", erzählt der Erzeuger. "Der Beginn der spanischen Blumenkohlsaison war schwierig, weil Frankreich viel Produkt hatte. Wir haben unsere festen Absatzkanäle und versuchen, so viel wie möglich festzulegen. Unser Absatz ist vollständig auf den Einzelhandel ausgerichtet. Dieser bietet zwar nicht den höchsten Preis, aber man hat die Gewissheit einer festen Abnahme."

© HJ Wonink sl

Der Erfolg der spanischen Karotten hängt laut Hanno weitgehend von der Ernte der Lagerkarotten in den Niederlanden ab. "Die Niederländer sind gut darin, bis spät in das Jahr hinein zu ernten, und die Tendenz geht dahin, so lange wie möglich mit dem eigenen Produkt weiterzumachen. Dennoch benötigen sie oft ab Anfang April wieder neue Importkarotten. Für die kommende Saison erwarte ich eine normale Saison. Auch Bio-Karotten sind für uns ein recht großes Produkt; diese exportieren wir vor allem nach Deutschland."

Eine weitere Entwicklung ist laut Hanno, dass der spanische Binnenmarkt für den Absatz von Karotten immer wichtiger wird. "Spanien ist ein großer Markt mit rund 50 Millionen Einwohnern, und es werden immer mehr Karotten konsumiert." Er sieht für sich keine Rolle dabei, auf neue Produkte zu setzen. "Alles muss perfekt stimmen, wenn man damit Geld verdienen will, aber im Allgemeinen kosten neue Produkte nur Geld."

In diesen fast 30 Jahren ist Wonink ziemlich "spanisch" geworden. Eine Rückkehr in die Niederlande kommt für ihn daher nicht in Frage. "Ich komme ein paar Mal im Jahr in die Niederlande, um Familie und Freunde zu besuchen, aber ich fühle mich hier sehr wohl."

Weitere Informationen:
Hanno Wonink
HJ Wonink sl
Ur Laguna Golf 2/C Irlanda 1
11408 Jerez de la Frontera, Spanien
Tel: +34 651 190 168
[email protected]

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