„Die Verteidigung europäischer Tomaten ist die Verteidigung Europas." Mit dieser klaren Botschaft veröffentlichte eine Gruppe europäischer Tomatenerzeuger letzte Woche auf der Fruit Logistica 2026 in Berlin ihr gemeinsames Manifest. Sie forderten die Europäische Union außerdem auf, eine fairere und konsequentere Handelspolitik zu verfolgen, die mit den Werten übereinstimmt, auf denen die EU selbst gegründet ist.
Die Kampagne mit dem Titel „We ‚Tomato' Europe, Don't Betray EU Tomato" (Wir lieben Europa, verratet die EU-Tomate nicht) wurde vom spanischen Branchenverband Fepex mit Unterstützung von Organisationen aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal und Polen ins Leben gerufen.
Laut Ignacio Antequera, Direktor von Fepex, zielt diese Initiative darauf ab, Erzeuger aus ganz Europa – von Portugal bis Frankreich, von Italien bis zu den Niederlanden und von Frankreich bis Spanien – im Kampf für etwas Grundlegendes zu vereinen: die Zukunft der europäischen Tomate.
„Dieses Produkt verkörpert ein einzigartiges Modell, das sich auf Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit durch Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie verantwortungsbewusste Praktiken und soziale Gerechtigkeit aufgrund fairer Arbeitsbedingungen konzentriert. Dieses Modell ist das Ergebnis von Innovationen und Anstrengungen der Branche, und wir müssen verhindern, dass es durch Importe ersetzt wird, die nicht denselben Standards entsprechen", betonte er.
Juan Jesús Lara, Präsident des Tomatenausschusses der Fepex, stellte das Manifest vor und warnte vor dem zunehmenden Druck auf die Branche durch unlauteren Wettbewerb, einseitige Handelsabkommen und sinkende Lebensmittelsicherheitsstandards innerhalb der Europäischen Union. „Wir verlangen keine Vorzugsbehandlung. Wir verlangen Fairness: dass jede Tomate, die nach Europa gelangt, denselben Standards entspricht wie die unserer Erzeuger. Wenn Europa die europäische Tomate aufgibt, gibt es auch seine eigenen Werte auf", sagte er.
Die wichtigsten Punkte des Manifests sind:
1. Europa muss seine Ernährungssicherheit gewährleisten.
2. Ein nachhaltiger Tomatensektor für europäische Verbraucher.
3. Unlauterer Wettbewerb ist ein anerkanntes Problem in ganz Europa.
4. Das Handelsabkommen mit Marokko ist rechtlich angefochten.
5. Europäische Verbraucher haben ein Recht auf Transparenz.
6. Die Handelspolitik muss mit dem Europäischen Grünen Deal in Einklang stehen.
7. Es muss klare Richtlinien zum Schutz europäischer Tomaten geben.
8. Die Verteidigung der europäischen Tomate ist die Verteidigung Europas.
Weitere Informationen: www.fepex.es