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Coag, Spanien:

"Marokkanische Tomaten sind aus den Importstatistiken verschwunden"

Der spanische Branchenverband Coag schlägt Alarm: Tomaten aus Marokko und der Westsahara werden weiterhin in die EU geliefert, sind jedoch plötzlich aus den offiziellen Importstatistiken der Europäischen Kommission verschwunden.

Laut Coag wurden die Zahlen zu diesen Importen seit Beginn dieser Saison nicht mehr auf der Website der Europäischen Kommission aktualisiert, wo lediglich noch angegeben wird, dass die Mengen "weit unter dem üblichen Niveau" liegen. Auf dem Markt ist davon jedoch nichts zu spüren.

© COAG

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"Wenn die Importe tatsächlich so stark zurückgegangen wären, wie die Zahlen vermuten lassen, wären die Tomatenpreise in Europa deutlich gestiegen. Und das ist eindeutig nicht der Fall", so Coag.

Der EU-Kommissar für Landwirtschaft, Christophe Hansen, räumte kürzlich gegenüber Coag ein, dass es ernsthafte Probleme mit den Importdaten für marokkanische Tomaten gibt. Er gab den Zollbehörden einiger Mitgliedstaaten die Schuld daran. Bei einem Treffen mit dem europäischen Zweig von Vía Campesina am 23. Januar, an dem auch Mitglieder von Coag teilnahmen, räumte Hansen ein, dass es einen gravierenden Mangel an Transparenz bei den Tomatenimporten aus Marokko und der Westsahara gibt. Damit gab er Coag in ihrer Kritik faktisch recht. Auch auf der offiziellen Website der Europäischen Kommission ist dieses Problem inzwischen sichtbar.

Coag hat inzwischen sowohl die spanischen Zollbehörden als auch die europäischen Steuer- und Zollbehörden (DG Taxud) schriftlich um klare und aktuelle Informationen gebeten. Die Organisation möchte, dass das Problem schnell gelöst und Klarheit über diese inakzeptable Situation geschaffen wird.

"Es sieht ganz so aus, als ob die Anpassung der Vorschriften zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit, die den marokkanischen Forderungen in Bezug auf die Westsahara entsprechen soll, in der Praxis nicht umgesetzt wurde", sagt Andrés Góngora, nationaler Koordinator für Obst und Gemüse bei Coag. "Die Folge ist nur noch mehr Unklarheit über diese Produkte und den Markt insgesamt."

Weitere Informationen:
COAG
www.coag.org

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