Nun, da die zweite Hälfte der Zitrussaison begonnen hat, meldet das europäische Warnsystem für Lebensmittel (RASFF) die ersten Verstöße bei Orangen aus Ägypten. Es wurden Partien gefunden, deren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln über dem zulässigen Grenzwert lagen. Außerdem wurden Stoffe gefunden, die im europäischen Anbau verboten sind.
Nach Angaben der valencianischen Erzeugerorganisation Ava-Asaja wurden in Italien ägyptische Orangen mit 0,21 mg/kg Chlorpropham abgefangen, einem Wachstumsregulator und Unkrautvernichtungsmittel, das seit 2019 in der EU verboten ist. Der gemessene Wert überschreitet den europäischen Grenzwert um das 21-fache.
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Zu den verbotenen Substanzen, die bei der Einfuhr in europäische Häfen auf ägyptischem Obst und Gemüse gefunden wurden, gehören: Chlorfenapyr, Fentoat, Profenofos, Diazinon, Dimethoat, Chlorpyrifos, Flumetralin und Chlorpropham. All dies sind Mittel, die europäische Erzeuger schon seit Langem nicht mehr verwenden dürfen.
Cristóbal Aguado, Vorsitzender von Ava-Asaja: "Europäische Produkte erfüllen viel strengere Anforderungen. Wenn Unternehmen wirklich hinter ihrer sozialen Verantwortung stehen, müssen sie sich für Frische, Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit entscheiden."
Auch die Verbraucher werden aufgefordert: "Kaufen Sie Zitrusfrüchte aus der Region. Diese garantieren Gesundheit und Umweltschutz, im Gegensatz zu Ländern wie Ägypten. Wir können viel von den Franzosen und Italienern lernen: Sie kaufen zuerst ihre eigene Ernte auf und greifen erst danach zu ausländischen Produkten. Wenn wir unsere eigenen Orangen links liegen lassen, verschwinden unsere Erzeuger. Und damit verlieren wir etwas Einzigartiges, das wir nie wieder zurückbekommen."
© AVA-ASAJA Quelle: AVA-ASAJA auf der Grundlage des EU-Portals RASFF
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