Die griechische Erdbeersaison ist in vollem Gange, aber sowohl Angebot als auch Nachfrage verlaufen bislang moderat. „Die Ernte läuft bereits seit Dezember, allerdings nicht mit großen Mengen. Die Pflanzen liefern jedoch definitiv höhere Erträge als im gleichen Zeitraum der letzten Saison. Ich würde die Produktion in Bezug auf das Volumen als moderat bezeichnen. Die Gewächshäuser unseres Unternehmens haben seit Beginn der Saison bis jetzt etwa 7 bis 8 Tonnen pro Hektar erbracht. Was die Qualität angeht, sieht es wirklich gut aus. Wir haben weniger Probleme mit Spinnmilben und Blattläusen", kommentiert Nikos Kaplanis, Inhaber des griechischen Erdbeeranbau- und Verpackungsunternehmens Kaplanis Fruits mit Sitz in Ilia.
© Kaplanis Fruits
Zur aktuellen Marktsituation sagt er: „An der Wende von Januar zu Februar gibt es ein günstigeres Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, wobei die Preise für unsere Produkte im Vergleich zu Mitte Januar wieder angestiegen sind. Sie liegen auf dem Niveau der letzten Saison. Die Preise der etwa alle zwei Wochen erneuerten Lieferprogramme für Großabnehmer werden nicht mehr von billigen ägyptischen Erdbeeren bestimmt. Ich kann nicht vorhersagen, was in der kommenden Zeit und bei den nächsten Vereinbarungen passieren wird. Sicher ist nur, dass auch die Spanier hinter ihrer normalen Produktivität zurückbleiben."
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Nach offiziellen Angaben des griechischen Ministeriums für ländliche Entwicklung und Ernährung sind bis Mitte Januar Deutschland mit 1.901 Tonnen und Polen mit 1.467 Tonnen die Länder, die auf der Liste der griechischen Erdbeerimporteure hervorstechen und bis zum Ende der zweiten Woche des Jahres 2026 fast 50 % der bisher exportierten Mengen auf sich vereinen, insgesamt 29 Länder. Laut Herrn Kaplanis sind „Polen, Ungarn, Rumänien und die Tschechische Republik gute Märkte. Die Deutschen sind diejenigen, die ständig zu niedrigeren Preisen kaufen wollen."
Ein Großteil der griechischen Erdbeerlieferungen entfällt bislang auf die frühe Sorte Arwen, deren Dominanz in den griechischen Lieferungen jedoch allmählich abnimmt, da Victory erneut die am häufigsten angebaute Sorte ist. „Victory wird ebenfalls bereits geerntet und liefert Früchte von guter Qualität. Fortuna-Erdbeeren sind sehr selten. Bis zum 20. Februar werden wir meiner Meinung nach einen ausgeglichenen Markt sehen. Das griechische Angebot wird ab März seinen Höhepunkt erreichen", schließt der griechische Exporteur.
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Nikos Kaplanis
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