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Luis Carlos Maya, Westfalia Fruit Group Colombia:

"Das kolumbianische Avocadoangebot wird 2026 unter den ursprünglichen Prognosen liegen"

Der kolumbianische Avocadomarkt sieht sich 2026 mit einem Produktionsrückgang, hohen internationalen Preisen und steigenden Produktionskosten konfrontiert. Laut Luis Carlos Maya, Betriebsleiter der Westfalia Fruit Group Colombia, wird dieses Jahr für die Branche schwieriger werden als ursprünglich erwartet.

Der Geschäftsführer erwähnte, dass die Produktion in dieser Saison hinter den frühen Prognosen zurückgeblieben sei. "Derzeit bearbeiten wir etwa 25 Container pro Woche, während wir mit höheren Zahlen gerechnet hatten. Dieser Trend spiegelt ein weitverbreitetes Muster in der Branche wider", erklärte er. Im vergangenen Jahr exportierte Kolumbien rund 201.000 Tonnen Avocados. Der Sektor prognostizierte ursprünglich ein Wachstum von 5 % für 2026, aber aktuelle Schätzungen deuten darauf hin, dass das Volumen geringer ausfallen wird, möglicherweise sogar unter den Zahlen des Vorjahres.

© Westfalia Colombia

Das Wetter war ein entscheidender Faktor. Maya beobachtet, dass die Sorte Traviesa uneinheitliche Ergebnisse gezeigt hat: Produktionsgebiete unterhalb von 2.000 Metern über dem Meeresspiegel haben eine ausreichende Versorgung aufrechterhalten, während Obstplantagen in höheren Lagen einen Rückgang der Blüte und des Fruchtansatzes verzeichneten. Das deutet wahrscheinlich auf eine begrenzte Verfügbarkeit von Früchten in den kommenden Monaten hin.

In Bezug auf die Marktaussichten ist das internationale Umfeld für die Preise günstig. "In Europa liegen die Erträge Kolumbiens derzeit zwischen 12,50 und 13,50 EUR pro 4-kg-Kiste, was im Vergleich zu anderen Saisonen als positiv angesehen wird. Dennoch führen diese Preise nicht unbedingt zu besseren wirtschaftlichen Ergebnissen." Maya hebt zwei große Herausforderungen hervor: eine Erhöhung des Mindestlohns um 23 % und den Wechselkurs. Er merkt an, dass bei einem Dollar-Kurs von etwa 3.500 bis 3.600 Pesos die Einnahmen in lokaler Währung unter Druck geraten sind, was sich auf die Rentabilität des Sektors auswirkt.

Kolumbianische Avocados profitieren vorübergehend von einem geringeren weltweiten Angebot. "Chile beendet gerade seine Saison, während Israel und Spanien mit klimatischen Problemen zu kämpfen haben. Dieses Zeitfenster ist jedoch begrenzt. Kolumbien nähert sich seinem Exportpeak, und die Mengen werden in den kommenden Wochen zurückgehen", warnte er.

© Westfalia Colombia

"Der US-Markt stellt größere Herausforderungen dar, da das hohe Angebot aus Mexiko und ein erwarteter Anstieg der Lieferungen aus Peru die Preise im Vergleich zu Europa niedrig halten. Derzeit verschifft Kolumbien nur vier bis sechs Container pro Woche in die USA, wobei der Großteil der Früchte auf die europäischen Märkte geht", merkte er an.

Die Diversifizierung Kolumbiens schreitet langsam voran. Uruguay ist seit Kurzem ein neues Ziel, wenn auch in begrenzten Mengen, und Handelsversuche mit Japan sind im Gange. Dennoch bleibt Europa auf kurze Sicht der Hauptmarkt für kolumbianische Avocados.

Maya hob die nachhaltige Verbesserung der Produktqualität hervor. Importeure aus anspruchsvollen Märkten wie Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich haben positives Feedback gegeben, was die Wiederaufnahme kommerzieller Programme ermöglicht und die Position kolumbianischer Produkte in Europa stärkt.

© Westfalia ColombiaWeitere Informationen:
Luis Carlos Maya
Westfalia Fruit Group
Kolumbien
Tel.: +57 311 262 7577
[email protected]
www.westfaliafruit.com

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