Almería ist seit Jahren führend im Anbau und Export von Paprika in allen Formen und Größen: von Block-, Spitz- und Snackpaprika hin zu scharfen Sorten. Mit rund 12.000 Hektar geschützter Anbaufläche und einer Jahresproduktion von über 900 Millionen Kilogramm ist Almería der Hauptlieferant von Paprika für den europäischen Markt.

Doch genau dieser Anbau wird nun durch einen hartnäckigen Schädling bedroht: Thrips parvispinus. Dieses Insekt hinterlässt sichtbare Spuren auf vielen Früchten, vor allem in Form von Flecken und Kratzern. "Es handelt sich um rein kosmetische Mängel", betont die Erzeugerorganisation Coexphal. "Sie haben weder Einfluss auf die Gesundheit der Verbraucher noch auf den Geschmack oder die Haltbarkeit der Paprika."
Dennoch gelangen viele dieser Paprika nicht in die Regale, da Verbraucher daran gewöhnt sind, mit den Augen zu kaufen. Das führt zu unnötiger Lebensmittelverschwendung. Coexphal möchte dies ändern. Nicht indem die Spuren der Natur versteckt werden, sondern indem sie geradezu begrüßt werden.
So entstand die Kampagne Pimientos con Marca (das spanische Wort "marca" bedeutet sowohl "Marke" als auch "Markierung") mit dem Slogan: "Was natürlich ist, hinterlässt Spuren." Die Kampagne will Verbraucher, Supermärkte und Handelspartner für den Wert dieser Paprika sensibilisieren. Es wurde Informationsmaterial in Spanisch, Englisch und Deutsch entwickelt, damit die Botschaft in ganz Europa verbreitet werden kann.

"Die Natur ist nicht perfekt. Sie ist eigenwillig, lebendig und voller Charakter. Kein Mensch ist gleich, warum sollten dann Paprika identisch sein?"
Luis Miguel Fernández, Direktor von Coexphal, rief Supermärkte dazu auf, die Kampagne zu unterstützen. "Stehen Sie hinter unseren Erzeugern. Sie liefern Spitzenqualität, auch wenn die Paprika etwas anders aussieht als das Bild auf der Verpackung."
Pimientos con Marca geht nun auf Tournee. Nächster Halt: die Fruit Logistica in Berlin.