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Kartoffel-Marktbericht KW 4-5:

'Speisefrühkartoffeln waren weiterhin knapp und teuer'

Speisefrühkartoffeln waren weiterhin knapp und teuer. Bei den Speiselagerkartoffeln dominierten laut BLE weiterhin inländische Offerten. Angebot und Nachfrage harmonierten hinreichend miteinander, wobei sich die Unterbringungsmöglichkeiten aufgrund des winterlichen Wetters durchaus eingeschränkt hatten. Hinsichtlich der Notierungen waren keine wesentlichen Veränderungen auszumachen. Die im Vergleich zu den Vorjahren sehr niedrigen Preise sind auf die Rekordernte 2025 zurückzuführen. Zur Entlastung des Marktes werden die Spendenaktionen derweil auch in der KW 5 weiter fortgesetzt.

© BLE
Rheinland-Pfalz:
Am Kartoffelmarkt setzt sich der Angebotsdruck fort, weniger starke Fröste stärken das ohnehin schon reichliche Angebot durch leichtere Logistik bei Verladung und Transport. Auch aus Frankreich und den Niederlanden drücken Speisekartoffeln in den hiesigen Markt. Bei der aktuellen Marktlage sind Lageraufschlägen vorerst nicht zu erwarten.

Niedersachsen:
Aufgrund unveränderter Marktlage, sowohl im Angebot und der Qualität, als auch in
der Nachfrage, bleibt der Preis der vergangenen Woche bestehen.

Schleswig-Holstein:
Auf dem Kartoffelmarkt zeigen sich auch in dieser Woche keine Veränderungen zu den letzten Wochen. Das Angebot ist weiterhin erdrückend. Auch wenn jetzt mit steigender Lagerdauer der Absortierungsanteil steigt, werden diese Mengen das Angebot nicht spürbar verringern. Dementsprechend stehen Lageraufschläge weiterhin nicht zur Diskussion. Aufgrund des niedrigen Preisniveaus hat allerdings die Nachfrage aus dem Gastronomie- und Großküchenbereich nochmals zugenommen. Das von vielen Erzeugern herbeigesehnte Exportgeschäft nach Südosteuropa, von dem sich hiesige Erzeuger zumindest eine Entlastung des gesamtdeutschen Marktes erhoffen, ist bisher noch nicht in Sicht, da auch dort erst eigene Bestände abgebaut werden müssen. Auch vom Terminmarkt gibt es negative Meldungen. Der Fronttermin hat hier abermals deutlich Federn lassen müssen. Allerdings ist das Handelsvolumen weiterhin sehr gering.

NRW:
In NRW erfolgt seit der Vorwoche ein vermehrter Übergang vom Flächenlager hin zu Speisekartoffeln aus dem Kistenkühllager. Lageraufschläge für diese Premiumware lassen sich bisher nicht am Markt umsetzen. Am Industriekartoffelmarkt ergeben sich weiterhin keine Änderungen.

Hessen:
Im Land Hessen blieben die Notierungen im Vergleich zur Vorwoche nahezu unverändert. Hessens Landwirte leiden in der diesjährigen Saison unter einem deutschlandweiten Preissturz für Kartoffeln. Wie der hessische Bauernverband auf dpa-Anfrage mitteilte, liegen die Preise etwa 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Ein Grund ist demnach, dass deutschlandweit 2025 mehr Kartoffeln angebaut wurden. Zudem fuhren Höfe in vielen Regionen gute Ernten ein. Der Druck auf den Markt sei groß, erklärte eine Verbandssprecherin.

Sachsen:
Auch in Sachsen blieben die Notierungen im Vergleich zur Vorwoche nahezu unverändert. Zweit­größ­ter Kar­tof­feler­zeu­ger Sach­sens ist die Großen­hai­ner Kar­tof­fel GmbH (Gro­kar) Geschäfts­füh­rer Nor­bert Herr­mann räumt ein, dass auch rund um Großen­hain das Geschäft mit der Erd­knolle ein­ge­bro­chen ist. Aller­dings habe die Gro­kar die Über­pro­duk­tion vor­aus­ge­se­hen und weni­ger ange­baut. „Wir haben unsere Anbau­flä­che ver­klei­nert", sagt Nor­bert Herr­mann. Bis­her betrug sie 250 bis 300 Hektar. Dies entspreche ebenfalls dem Trend im Landeskreis Meißen.

Erscheinungsdatum:

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