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Dithmarschen:

"Rosenkohlpreise standen die gesamte Saison hindurch massiv unter Druck"

Mit den letzten Auslieferungen zum Jahreswechsel endete die diesjährige Rosenkohlsaison relativ frühzeitig. "Normalerweise sind wir bis Mitte-Ende Januar lieferfähig", bestätigt Harm Feil, Rosenkohlerzeuger mit Sitz in Dithmarschen. Als einer von wenigen Spezialisten blickt Feil auf eine durchweg mühsame Kampagne zurück. "Bis auf die ersten paar Verkaufswochen standen die Preise die gesamte Saison hindurch massiv unter Druck. Insgesamt lagen die Preise rund 30 Prozent unter Vorjahresniveau und etwa 20 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Sogar zu Weihnachten blieb der gewohnte Peak dieses Mal leider aus."

Die Marktpreise werden in der Regel denen der klassischen Hauptanbauländer in Sachen Rosenkohl, insbesondere Belgien und Niederlande, angepasst. "Das niedrige Preisniveau ist aber meines Erachtens nicht nur dem Wettbewerb in den Nachbarländern geschuldet, sondern auch der Preispolitik des deutschen LEH. Denn in der gesamten Kategorie Freilandgemüse gab es dieses Jahr Preise an der unteren Skala. Die Qualitäten sowie die Sprossengrößen sind jedoch überwiegend gut gewesen. Nur Anfang Oktober gab es eine Phase, in der wir anteilig etwas mehr Übergrößen (40+) hatten, die nicht der Norm des Marktes entsprachen und somit leider keinen Absatz fanden."


Der Ernteauftakt fand plangemäß Mitte September statt. Davor sei der deutsche Markt noch nicht aufnahmefähig.

Der schwierige Saisonverlauf wird nach Angaben Feils auch in der nächsten Saison seine Auswirkungen haben. "Wir werden unsere Anbauflächen um rund zehn Prozent reduzieren und auch der Berufskollege hier im Norden hat bereits einen Flächenrückgang angekündigt. Ferner verzichten wir ab kommender Saison auf ganz späte Sorten, sodass wir die Saison möglichst Anfang Januar beenden können. Das passt auch vom Betriebsablauf und der -Auslastung her recht gut."

Fehlender Kohlexport
Neben Rosenkohl widmet sich Feil auch dem Anbau von Weiß- und Rotkohl, ähnlich wie viele seiner Berufskollegen in der Kohlhochburg Dithmarschen. Auch hier sei die Marktlage als herausfordernd zu bewerten. "Speziell am Inlandsmarkt ist das Absatztempo gar nicht mal so verkehrt. Wir sind aber besonders beim Weißkohl nach wie vor sehr exportlastig und hier fehlen uns in diesem Jahr leider die Anfragen", heißt es abschließend.

Weitere Informationen:
Harm Feil
Feil Gemüsebau
Kirchenstr. 52
D-25709 Kronprinzenkoog
Tel: +49-170-9239963
[email protected]

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