Die Kaki-Saison neigt sich für Anecoop, eine spanische Genossenschaft, die den Anbau und Vertrieb von etwa der Hälfte aller Kakis im Land verwaltet, dem Ende zu. Dabei handelt es sich um die bekannte Sorte Rojo Brillante. Insgesamt war es eine recht gute Saison, auch wenn die Ernte geringer ausfiel als erwartet. Das lag vor allem daran, dass die Früchte kleiner waren als erhofft. Die Preise waren an sich in Ordnung, blieben aber hinter den Erwartungen zurück, die man angesichts des begrenzten Angebots gehabt hätte.
© Anecoop
„In KW 4 beenden wir die Saison", sagt Ángel Cebriá, der bei Anecoop für dieses Produkt verantwortlich ist. „Vielleicht findet man noch ein paar Wochen lang Kakis im Laden, aber nach dieser Zeit wird es schwierig, noch welche in der von uns angestrebten Qualität zu finden: fest in der Struktur und ohne herben Geschmack, wie unsere Persimon-Kakis."
Letztlich belief sich die Ernte auf etwa 120.000 Tonnen, während zu Beginn der Saison noch mit 165.000 Tonnen gerechnet worden war. Cebriá: „Die Hitzewellen im August haben dazu geführt, dass wir vor allem kleinere und mittelgroße Früchte geerntet haben."
Was Schädlinge und Krankheiten angeht, sei es dieses Jahr nicht so schlimm gewesen, sagt er. „Wir hatten unter anderem weniger Probleme mit Cotonet. Das liegt teilweise daran, dass der Einsatz natürlicher Feinde in dieser Saison besser funktioniert hat als in den Vorjahren."
Ángel Cebriá
Obwohl die Preise im Allgemeinen akzeptabel waren, war es laut Cebriá schwierig, wirklich gute Margen zu erzielen. „Fast die ganze Saison über gab es zu wenig Kakis, um die Nachfrage der Kunden zu befriedigen. Das hat zwar den Preis in die Höhe getrieben, aber nicht genug, um die steigenden Anbaukosten auszugleichen. Außerdem verlieren wir durchschnittlich 18 % pro Partie an unverkäuflichen Früchten."
Diese steigenden Kosten in Verbindung mit einem Mangel an jungen Erzeugern und der Tatsache, dass es sich um eine schwer anzubauende Kulturpflanze handelt, führen zu einem Rückgang der Anbaufläche in Spanien. Dennoch setzt sich Anecoop weiterhin für den Anbau ein. Jährlich werden etwa 100.000 Pflanzen ersetzt, um den Ertrag zu verbessern.
„Für Erzeuger ohne gute Unterstützung und Infrastruktur ist es schwierig, Kakis rentabel anzubauen", erklärt Cebriá. „Bei Anecoop arbeiten wir weiterhin daran, die Vermarktungsperiode zu verlängern. Dazu verbessern wir unsere Anbaumethoden, erneuern Obstplantagen und suchen nach neuen Sorten, die besser auf den Markt abgestimmt sind."
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www.anecoop.com