Ein bekanntes Sprichwort besagt, dass das Grundstück des Nachbarn nur einmal zum Verkauf steht. Als sich für Tuinderij Boender die Gelegenheit bot, ergriff das Salatunternehmen diese Chance. „Nicht weil Wachstum ein Ziel an sich ist, sondern weil der Vorteil eines eigenen Grundstücks darin besteht, dass man es nachhaltiger nutzen kann als gepachtetes Land", erklärt Mart Boender.
© Tuinderij Boender
© Tuinderij BoenderInsgesamt umfasst die Anbaufläche von Tuinderij Boender im niederländischen Piershil etwa 45 Hektar. „Lollo Bionda, Lollo Rossa Romaine-Salat, Frisée und roter Eichblattsalat bilden unsere Top 5. Insbesondere der Absatz von Romaine-Salat hat in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet", so der Salaterzeuger. „Voriges Jahr war sehr ertragreich. Das ist natürlich schön, aber es hat auch zu niedrigen Preisen geführt, was uns nun vor die Herausforderung stellt, die Verträge optimal abzuschließen."
„Es war ein Jahr, in dem wir neue Kunden begrüßen und bestehende Kunden weiterhin zur vollsten Zufriedenheit beliefern konnten. Die Mischung aus Kunden aus verschiedenen Segmenten hat uns viel gelehrt und eine schöne Dynamik in unsere Arbeit gebracht. Der Großteil unseres Absatzes richtet sich nach wie vor an Großhändler und Exporteure, aber wir haben inzwischen auch eine ganze Reihe kleinerer Schnittbetriebe, die für Mischpaletten zu uns kommen", erzählt Mart.
„Ein absoluter Höhepunkt des Jahres 2024 war die Investition in unsere neue Erntemaschine. Im Jahr 2025 konnten wir die Maschine voll auslasten. Das war wirklich ein großer Fortschritt. Dank dieser Investition können wir jetzt ruhiger, sauberer und arbeitsfreundlicher arbeiten. Der größte Vorteil liegt nicht einmal in der Einsparung von Personal, sondern in der Arbeitsfreude. Unsere Mitarbeiter müssen nicht mehr auf den Knien im Schlamm arbeiten, sondern stehen trocken und windgeschützt. Selbst an regnerischen Tagen war die Arbeit viel angenehmer, was sich auch in der Stimmung bemerkbar machte."
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In diesem Jahr will der Salaterzeuger sehr früh pflanzen, damit er ab Ende April, Anfang Mai wieder auf dem Markt ist. „Eine große Herausforderung in diesem Jahr wird es sein, wie wir mit den immer knapper werdenden Mitteln weiterhin Salat anbauen können. Auch auf den Exportmärkten treffen wir auf viele kritische Verbraucher. Abgesehen von einer kurzen Phase im Herbst konnten wir relativ frei von Läusen bleiben, aber mit weniger Pflanzenschutzmitteln wird das wirklich zu einer Herausforderung. Deshalb hier ein Appell an die Politik, denn dort muss die Lösung herkommen."
Weitere Informationen:
Tuinderij Boender
Oudendijk 8
3265 AD Piershil, Niederlande
Tel.: +31 (0)6 11 15 73 54
[email protected]
www.tuinderijboender.nl