Früchte Widmann setzt seit vielen Jahren nicht nur auf die Vermarktung, sondern auch gezielt auf den eigenen Beerenanbau. Nach dem Start der Eigenproduktion in Rumänien im Jahr 2007 wurden kontinuierlich weitere Anbauprojekte aufgebaut – heute ist das süddeutsche Unternehmen auf insgesamt drei Kontinenten aktiv. Bereits 2016 beteiligte sich Früchte Widmann an dem chilenischen Heidelbeerproduzenten Valle Maule SA. Mit der aktuellen Kampagne läuft der Eigenanbau in Chile bereits in der zehnten Saison.
Valle Maule vereint neben ausgewählten Hauptproduzenten mehrere langjährige Vertragserzeuger zu einer eingespielten Produzentengruppe. Die Anbauflächen verteilen sich auf verschiedene Regionen im Zentrum und im südlichen Zentrum Chiles. Hauptanbauregion und Unternehmenssitz ist die Region Maule, rund 150 Kilometer südlich von Santiago de Chile. Durch die gezielte Anlage von Plantagen in unterschiedlichen Klimazonen Chiles kann die Erntesaison deutlich verlängert werden. "Auf diese Weise stehen von Januar bis März kontinuierlich frische Heidelbeeren aus Chile zur Verfügung. Auf insgesamt rund 300 Hektar werden nur ausgewählte Heidelbeersorten kultiviert. Neben dem Anbau selbst werden auch Pflanzenschutz, Zertifizierungen sowie die Vermarktung inklusive des Exports nach Deutschland zentral gesteuert – alles aus einer Hand.", heißt es vonseiten der Widmann GmbH.
Maximale Transparenz entlang der gesamten Lieferkette
Für die Saison 2026 sind über 5.000 Tonnen geplant – eine Menge, die dem Dreifachen des jährlichen Pro-Kopf-Verbrauchs der Stadt Berlin entspricht. „Wir sind stolz auf unsere eigenen Heidelbeeren, die wir jedes Jahr von Januar bis März aus Chile zu unseren Kunden bringen. Neben der hervorragenden Fruchtqualität ist vor allem die maximale Transparenz entlang der gesamten Lieferkette ein echter Mehrwert", erläutert Dr. Hans Widmann, geschäftsführender Gesellschafter von Früchte Widmann. Die Versorgung und Nachfrage nach Heidelbeeren am deutschen und europäischen Markt werden derzeit als gut bewertet.
© Herbert Widmann GmbHUm diese hohen Qualitätsstandards sicherzustellen, ist das Widmann-Team jedes Jahr selbst vor Ort in Chile, um sich persönlich von Anbau, Ernte und Qualität der Heidelbeeren zu überzeugen. Im Bild: Geschäftsführer André Kirchenwitz (2. von links) zu Besuch in Chile.
Nach der Ernte und einer ersten Sortierung werden die Heidelbeeren nach Europa verschifft. Dabei kann Früchte Widmann die Schiffspositionen sowie die Ankunftszeiten jederzeit überwachen und die Mengenplanung präzise darauf abstimmen. Nach Ankunft im Hafen Rotterdam wird die Ware direkt in das Dienstleistungszentrum der Nordgemüse, einer Tochtergesellschaft von Früchte Widmann nahe Hannover, transportiert. Dort erfolgt die finale Sortierung auf hochmodernen Anlagen. Anschließend werden die Heidelbeeren in Schalen abgepackt, mit Topsealing verschlossen und etikettiert – alles tagesfrisch, erst kurz vor der Auslieferung an die Kunden.
© Herbert Widmann GmbH
Abgepackte Heidelbeeren für den deutschen LEH.
Norddeutscher Standort als ideale Drehscheibe für Übersee-Heidelbeeren
Gerade in sensiblen Saisonphasen bietet die Abpackung in Deutschland einen entscheidenden Qualitätsvorteil gegenüber bereits in Übersee verpackter Ware. Zu Spitzenzeiten verarbeitet Nordgemüse täglich bis zu 100 Tonnen Heidelbeeren – vom Sortieren über das Packen bis hin zur Auslieferung an Kunden in ganz Deutschland. Dank kurzer Transportwege werden auch die Kunden von Früchte Widmann in der Regel direkt von Nordgemüse aus beliefert", erläutert Widmann.
„Durch die zentrale Lage in Buchholz (Aller) sind die Wege sowohl vom Hafen als auch zu unseren Kunden besonders kurz. Das Nordgemüse-Dienstleistungszentrum ist damit die ideale Drehscheibe für unsere Heidelbeeren aus Übersee", erklärt André Kirchenwitz, Geschäftsführer von Früchte Widmann.
© Herbert Widmann GmbH
Links: Erntefrische Süßkirschen aus chilenischem Anbau.
Rechts: Dr. Hans Widmann (m) war zum Ernteauftakt Mitte Dezember zu Besuch im Ursprung.
Mengenzuwachs bei chilenischen Kirschen erwartet
Neben den Heidelbeeren vermarkten wir aktuell auch Kirschen von ausgewählten Partnerproduzenten aus Chile. Insgesamt stehen dafür rund 150 Hektar Anbaufläche zur Verfügung. Angebaut werden die bewährten Sorten Santina, Lapins und Regina, die sich durch gute Fruchtgröße, feste Konsistenz und hervorragenden Geschmack auszeichnen. „Ein Großteil der Kirschplantagen besteht aus jungen Bäumen, sodass in den kommenden Jahren mit weiter steigenden Erntemengen zu rechnen ist." erläutert André Kirchenwitz.
Die Vermarktung der chilenischen Kirschen beginnt jährlich im Dezember und reicht bis in den Februar, wodurch sie eine ideale Ergänzung des winterlichen Fruchtsortiments darstellen. "Kirschen sind während der Off-Season noch weniger etabliert und stehen entsprechend weniger im Verbraucherfokus. Wir haben hier stabile Lieferprogramme, können aber perspektivisch noch weitere Kunden versorgen", heißt es abschließend.
Besuchen Sie das Unternehmen am Gemüsering-Stand auf der Fruit Logistica: Halle 20 | B-41
Weitere Informationen:
Dr. Hans Widmann
Herbert Widmann GmbH
Karwendelstraße 9
82024 Taufkirchen
Telefon: +49 89 76 44 18
E-Mail: [email protected]
www.widmann-fruechte.de